Am 10. April 2010 fand in den Räumen der Gaststätte des Rumelner Turnvereins die Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft
sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Rumeln-Kaldenhausen mit einem gemeinsamen Frühstück statt. Dabei wurden als Delegierte
für die AsF-Unterbezirkskonferenz folgende Frauen gewählt:
Astrid Hanske, Inge Mellenthin-Krossa,
Ursula Michalke, Waltraud Schrade und Irmgard Thießen
als Ersatzdelegierte:
Nicole Kühnemund und Ilse Weis.
Anschließend verfolgten die Teilnehmerinnen sehr aufmerksam einen interessanten
Vortrag der Genossinnen Katharina Junk und Sarah Philipp über die Frauenpolitik in Deutschland.
Wie
wichtig dieses Thema ist, zeigt die immer noch negative Bilanz des Erreichten, denn der lange und stetige Siegeszug der Emanzipation
hat noch längst nicht sein Ziel erreicht.
Erst wenn niemand mehr vom Unterschied der Geschlechter Notiz nimmt, ist
die Gleichberechtigung von Frau und Mann hergestellt.
Weltweit gesehen fällt die Bilanz der Lage der Frauen aber sehr unterschiedlich und gespalten aus.
Eine tatsächliche, selbstverständliche Gleichberechtigung ist noch nicht einmal in den Industriestaaten erreicht. Wenige
prominente Frauen in Spitzenpositionen zeigen nicht die wahre Situation. So stellen die Frauen nur
knapp ein Drittel der Abgeordneten in der deutschen Politik, sie sind also nach wie vor unterrepräsentiert. Mit der Lupe muss
man Frauen in Spitzenjobs der Wirtschaft suchen.
Dafür ist der Niedriglohnsektor weiblich.
Für gleiche Arbeit erhalten Frauen nachweislich 25 Prozent geringere Bezahlung.
Hier muss die
Frage gestellt werden, was die beste Ausbildung nutzt, wenn Teile der Gesellschaft noch immer in alten Rollenbildern stecken geblieben
sind? Emanzipation darf sich nicht auf die Karriere kinderloser Frauen beschränken.
Die Rolle der Mutter
und der Beruf müssen besser zusammenpassen.
Fortschritt und Entwicklung sind ohne Frauen nicht
möglich. Frauen sind bereit, etwas zu ändern, denn sie denken auch an ihre Kinder und planen für sie und die Gesellschaft eine
lebenswerte Zukunft.
Frauenpolitik in Deutschland
Vortrag von Katharina Junk und Sarah Philipp