Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan in Rheinhausen Hochemmerich
von Reiner Friedrich, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen

In der Juni Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Duisburg Rheinhausen wurde ein Aufstellungsbeschluss gefasst, um die ungewollte Entwicklungen durch Spielhallen und ähnliche Einrichtungen in ihrer Konzentrationswirkung zu verhindern und zwar in dem Bereich Atroperstraße, Annastraße, Friedrich-Alfred-Straße und Krefelder Straße. Auch die in diesem Stadtteil wohnenden Bürger haben ein Anrecht auf ein lebenswertes Nebenzentrum, vor allem soll erreicht werden, dass die Aufenthaltsqualität erhalten bleibt.
Erfreulich ist, dass alle in der BV vertretenen Fraktionen diesbezüglich an einem Strang ziehen. Mit dem Aufstellungsbeschluss kann die Voraussetzung dafür geschaffen werden, im Stadtteil eine geordnete, sozialverträgliche und städtebaulich sinnvolle Entwicklung zu ermöglichen.

Gleichzeitig hat die SPD noch den vorgelegten Antrag durch den Beschluss einer Veränderungssperre erweitert, welche die Möglichkeit gibt, derzeitig angedachte Entwicklungen, die nicht den Zielen des Aufstellungsbeschlusses entsprechen bis zur Beschlussfassung des Bebauungsplanes zu unterbinden.
Von diesem Planungswerkzeug kann die Verwaltung dann im Einzelfall Gebrauch machen um nicht gewollte Entwicklungen abzuwehren.
Diesem SPD Erweiterungsantrag wurde auch einstimmig gefolgt.
Die Umsetzung muss nun im Rat durch einen Dringlichkeitsbeschluss kurzfristig erfolgen, da sonst Rechtsfristen ablaufen.
Die Eile ist von Nöten, da die nächst Ratssitzung erst nach der Kommunalwahl im September ist.

Aufgrund dieser Beschlusslage hat dann auch die BV den Antrag für ein Internetcafe, Billiardsportstätte und Vereinsheim auf der Friedrich-Alfred-Straße abgelehnt.

In diesem Zusammenhang ist die Äußerung der FDP, die Entwicklung dieses Stadtgebietes dem freien Markt zu überlassen, überhaupt nicht nachzuvollziehen und widerspricht damit allen sozialpolitischen und städteplanerischen Grundsätzen. Die Auswirkungen einer solchen Politik mit ihren fatalen sozialen Folgen für den Stadtbezirk kann man doch, höflich ausgedrückt: als verantwortungsvolle Partei nicht wollen und nicht verantworten.

Die SPD lehnt daher diesen Weg ab.