Mit Erstaunen habe ich den Artikel der Fachschaft Schwimmen in der RP gelesen. Das sich die Fachschaft Schwimmen in
einer so eindeutigen Weise in der Öffentlichkeit für die Schließung eines Bades gegen die Bürgerinteressen ausspricht und das
noch mit unwahren Behauptungen begründet, ist unverständlich. Noch vor Jahren, bei der Vorlage des ersten
Bäderkonzeptes, wollte doch gerade die Fachschaft Schwimmen ein Bürgerbegehren mit Unterstützung der Bürger durchführen.
Sie hatte damals 28000 Unterschriften gesammelt, aber das vorgeschriebene Verfahren nicht beachtet. Bisher war ich auch
der Meinung, dass die DLRG zur Fachschaft Schwimmen gehört. Diese hat sich aber eindeutig für
dieses Bürgerbegehren ausgesprochen. Wie kann man da von einem einstimmigen Beschluss sprechen?
Die von Herrn Dinter genannten Kosten beziehen sich auf den Gesamtaufwand. Er selbst müsste eigentlich Wissen, das mindestens
die Hälfte dieser Kosten immer verbleiben, auch wenn das Bad geschlossen wird. Diese Kosten bestehen aus den Zinsen und
Abschreibungen und den Overheadkosten. Bei Schließung des Toepperseebades bleiben diese Kosten und werden auf
die anderen Bäder umgelegt. Die restlichen Kosten werden durch Synergieeffekte beim Personal, in der Anpassung der
Öffnungszeiten des Freibades und der Energieeinsparung aufgefangen.
Wäre es nach Herrn Dinter gegangen, dann
würde in Rheinhausen kein bürgerfreundliches Hallenbad gebaut. Nach seinen Plänen wäre in Rheinhausen nur
ein reines Hallenbad für den Schwimmsport konzipiert worden. Zum Glück hat das die Politik in Rheinhausen verhindert.
Seine Behauptung, der Schwimmsport müsste darunter leiden, wenn das Freibad geöffnet wird, da das Hallenbad dann
nicht für Schulen und Vereine zur Verfügung steht, sind absolut unzutreffend, denn das Hallenbad ist ja bewusst so
konzipiert, dass es unabhängig vom Freibad betrieben werden kann. Zudem stellen Schulen und Vereine ihre eigenen
Aufsichtspersonen.
Für die maschinelle Bedienung, ob Freibad oder Hallenbad oder beides,
ist kein Personalmehrbedarf erforderlich.
Für uns stellt sich nur die Frage, wem will Herr Dinter hier einen Gefallen tun?
Reiner Friedrich
Vorsitzender der SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen