Mit billigen Tricks gegen das Freibad Toeppersee

In einem Leserbrief verteidigt der CDU Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl Herr Dr. Manfred Hartl die Schließung des Freibads Toeppersee. Was führt Herr Dr. Hartl hierfür an? Er versucht klar zu machen, dass Rheinhausen überdurchschnittlich viel Wasserfläche besitzen würde. Gleich hat er hier ein Beispiel parat, die Sommersaison dieses Jahres und die Besucherzahl des Kruppsee Bades, das, wie viele wissen, privat von einem Verein geführt wird. Den verregnete Sommer, der statistisch total aus dem Rahmen fällt, als Maßstab heranzuziehen ist mehr als unseriös.

In seinem Leserbrief schreibt Dr. Hartl, dass die durchschnittliche Besucherzahl in diesem Sommer nur 50% der möglichen Gästezahl betragen hätte. Hier muss man den Badegästen Mut bescheinigen, denn bei den Temperaturen dieses Sommers hätte durchaus weniger Besucher registriert werden können.

Wenn es Begründungen zur Schließung des Toeppersee Freibades geht, dann sind einige Politiker schnell bei der Hand, um die Richtigkeit ihrer Thesen zu reklamieren. Wie die hier von Herrn Dr. Hartl präsentierte Statistik.

Statt den Mittelwert über Jahre als Grundlage einer statistischen Aussage zu wählen, so wie es wissenschaftliche und mathematische Vorschrift ist, hat er hier den Ausnahmezustand beschrieben.
Mit welchen billigen Tricks hier versucht wird die Schließung des Toeppersee Freibads zu begründen, ist unfair und widerspricht jedem politischem Fairplay.

Wahrheit und Klarheit sind die Feinde vieler Statistiken, Herr Dr. Hartl. Und die, die diese Maßstäbe missbrauchen werden enttarnt.