DuisburgSport stößt älteren Menschen vor den Kopf –
Zusage des OB für einen baubegleitenden Ausschuss wird nicht vollzogen.

Das Konzept des neuen Hallenbades am Toeppersee, welches von der Bezirksvertretung Rheinhausen beraten und vom Betriebsausschuss DuisburgSport ohne Berücksichtigung der Einwendungen der Bezirksvertretung beschlossen wurde, nimmt keine Rücksicht auf Menschen mit Behinderungen und dem demografischen Wandel und somit auf die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppen in unserer Stadt.
In der Bezirksvertretung wurden von der SPD im wesentlichen zwei Punkte der Einsparpotentiale bemängelt und zwar die Streichung der getrennten Beheizung der Becken (Zweikreissystem), und die akustische Trennung der Halle zur Verbesserung des Schallschutzes. Beide wichtigen Punkte werden nun nicht mehr berücksichtigt!

Die Minderung des Schallschutzes als räumliche Trennung zwischen den beiden Becken lässt sich sicherlich noch nachrüsten , aber die Änderung bzw. Trennung der Wasserkreisläufe zu einem späteren Zeitpunkt ist, wie auch DuisburgSport bestätigt hat, nur mit einem erheblichen Aufwand möglich. Werden die beiden Becken nicht durch separate Kreisläufe betrieben, so kann man keine unterschiedlichen Wassertemperaturen in den Becken fahren.
Warmbaden ist somit ausgeschlossen, welches gerade den Bedürfnissen älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen entgegen kommt. Aus diesen Gründen hat man doch gerade die Trennung von Sport und Bürgerbecken gewählt. Die Mehrkosten für einen zweiten Kreislauf belaufen sich nach Angabe von DuisburgSport auf rund 77.000 €. Dieses Geld ist für ältere Bürger und Menschen mit Behinderungen, nach dem Beschluss von DuisburgSport, nicht da, obwohl für den Parallelkanal, die Übertragungskamera der Regattabahn und das Leichtathletikstadion erhebliche Kostenüberschreitungen möglich waren, die jeweils im 6-7-stelligen Euro Bereich lagen.

Es ist nicht so, wie manche meinen, dass die SPD alles bemängelt, aber Schwachpunkt gehören aufgeklärt und sollten verbessert werden. Sicherlich muss man zu zweckmäßigen Lösung kommen, die auch finanzierbar sind. So kann man manche der vollzogenen Einsparpotentiale akzeptieren, zumal auch einige Forderungen auf der sportlichen Seite, wie Sprunganlage mit ausreichender Wassertiefe mit berücksichtigt wurden.

Aber wie schon bei der Erstplanung des Hallenbads werden im wesentlichen nur die Forderung des Sportes und nicht die Bedürfnisse der Bürger mit einbezogen, obwohl der Bereich Freizeit auch vom Eigenbetriebes abgedeckt werden soll.

Bei der Übergabe der seinerzeit von der SPD durchgeführten Unterschriftenaktion zum Erhalt des Toeppersee-Freibads, hat uns der Oberbürgermeister zugesichert, dass es einen baubegleitenden Ausschuss für den Bau des Hallenbades geben wird.
Diese Zusage wurde bis heute nicht eingelöst und auch vom Betriebsausschuss DuisburgSport abgelehnt.

i.A. Reiner Friedrich
Vorsitzender des Bezirksverbandes