Während des Kommunalwahlkampfs haben Vertreter der CDU noch behauptet, „Wenn der zweite Warmwasser
Regelkreis für das Bürgerbecken im neuen Rheinhauser Hallenbad nicht kommt, wäre das doch nicht so schlimm, denn die Temperatur
des Badewassers läge ja schon bei 28 Grad C und damit nahe bei der Temperatur für dasWarmbaden von 30 Grad C“.
Die
SPD-Vertreter, die sich stets für einen zweiten Warmwasserkreislauf eingesetzt hatten, wurden
seinerzeit verhöhnt, vor allem für ihren Hinweis, dass DuisburgSport beabsichtigt, die Wassertemperaturen abzusenken.
Jetzt nach der Wahl liegt dafür der Beweis vor, die Wassertemperatur des neuen Hallenbads wird abgesenkt!
Die Bezirksvertretung hat seinerzeit den zweiten Wasserkreislauf für das Bürgerbecken gefordert, um hier flexibeler
auf die Forderungen und Bedürfnisse der Nutzer eingehen zu können. So hätten unabhängig vom großen Becken unterschiedliche
Wassertemperaturen gefahren werden können, ohne die große Wassermenge aufzuheizen. Hierzu hatte die SPD schon früh Stellung
bezogen und darauf hingewiesen, dass kurzzeitiges Wechseln der Wassertemperatur alle ökologischen
Grundsätze missachtet. Hier sei nur angemerkt, dass das Bürgerbecken nur rund 15 Prozent der gesamten
Wassermenge des Hallenbades beinhaltet.
Trotz der Forderungen aus der Bezirkspolitik wurde hier am Bedarf vorbei
geplant und gebaut, nur um Mehrkosten von 77.000 € zu sparen. Die Einnahmenseite wird nun darunter
leiden, denn ein Großteil der eingeplanten Besucher wird fernbleiben, weil diese dann andere für sie
attraktivere Bäder vorziehen werden.
Bei der Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die das Bad nach wie vor
regelmäßig nutzen, handelt es sich in Summe sicherlich nur um ein paar tausend Hallenbadbesucher. Die
Zielgruppen aber, die durch die Neuplanung angesprochen werden sollten, werden fernbleiben.
Hier wird nachhaltig an der
Entwicklung unserer Stadt vorbei geplant und gebaut. Die so oft zitierte demografische Entwicklung wird hierbei
überhaupt nicht berücksichtigt. So sind Seniorenschwimmen und Wassergymnastik, sowie Baby- und Schulschwimmen unter diesen
Bedingungen nicht durchführbar.
Hier wird an der falschen Stelle gespart! Das man durch mehr
Attraktivität auch höhere Einnahmen generieren kann, wird erst gar nicht in Erwägung gezogen.
So darf es nicht weitergehen! Die knappen vorhandenen Mittel müssen verantwortungsvoll und sinnvoll
eingesetzt werden, denn das Leben in unserer Stadt muss für die Einwohner weiterhin lebenswert bleiben. Wird hier nicht umgedacht,
verlassen noch mehr Duisburger ihre Stadt und entscheiden sich für andere Wohngebiete.