Das Warmbaden im neuen Rheinhauser Hallenbad wird jetzt doch nicht mehr möglich sein
von Reiner Friedrich, SPD Ratsherr und Vorsitzender des SPD Bezirksverbands Rheinhausen (27.12.2009)

Während des Kommunalwahlkampfs haben Vertreter der CDU noch behauptet, „Wenn der zweite Warmwasser Regelkreis für das Bürgerbecken im neuen Rheinhauser Hallenbad nicht kommt, wäre das doch nicht so schlimm, denn die Temperatur des Badewassers läge ja schon bei 28 Grad C und damit nahe bei der Temperatur für dasWarmbaden von 30 Grad C“.
Die SPD-Vertreter, die sich stets für einen zweiten Warmwasserkreislauf eingesetzt hatten, wurden seinerzeit verhöhnt, vor allem für ihren Hinweis, dass DuisburgSport beabsichtigt, die Wassertemperaturen abzusenken.
Jetzt nach der Wahl liegt dafür der Beweis vor, die Wassertemperatur des neuen Hallenbads wird abgesenkt!

Die Bezirksvertretung hat seinerzeit den zweiten Wasserkreislauf für das Bürgerbecken gefordert, um hier flexibeler auf die Forderungen und Bedürfnisse der Nutzer eingehen zu können. So hätten unabhängig vom großen Becken unterschiedliche Wassertemperaturen gefahren werden können, ohne die große Wassermenge aufzuheizen. Hierzu hatte die SPD schon früh Stellung bezogen und darauf hingewiesen, dass kurzzeitiges Wechseln der Wassertemperatur alle ökologischen Grundsätze missachtet. Hier sei nur angemerkt, dass das Bürgerbecken nur rund 15 Prozent der gesamten Wassermenge des Hallenbades beinhaltet.

Trotz der Forderungen aus der Bezirkspolitik wurde hier am Bedarf vorbei geplant und gebaut, nur um Mehrkosten von 77.000 € zu sparen. Die Einnahmenseite wird nun darunter leiden, denn ein Großteil der eingeplanten Besucher wird fernbleiben, weil diese dann andere für sie attraktivere Bäder vorziehen werden.

Bei der Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die das Bad nach wie vor regelmäßig nutzen, handelt es sich in Summe sicherlich nur um ein paar tausend Hallenbadbesucher. Die Zielgruppen aber, die durch die Neuplanung angesprochen werden sollten, werden fernbleiben.
Hier wird nachhaltig an der Entwicklung unserer Stadt vorbei geplant und gebaut. Die so oft zitierte demografische Entwicklung wird hierbei überhaupt nicht berücksichtigt. So sind Seniorenschwimmen und Wassergymnastik, sowie Baby- und Schulschwimmen unter diesen Bedingungen nicht durchführbar.

Hier wird an der falschen Stelle gespart! Das man durch mehr Attraktivität auch höhere Einnahmen generieren kann, wird erst gar nicht in Erwägung gezogen.

So darf es nicht weitergehen! Die knappen vorhandenen Mittel müssen verantwortungsvoll und sinnvoll eingesetzt werden, denn das Leben in unserer Stadt muss für die Einwohner weiterhin lebenswert bleiben. Wird hier nicht umgedacht, verlassen noch mehr Duisburger ihre Stadt und entscheiden sich für andere Wohngebiete.