Die Schließung von drei Bädern und den Neubau eines Hallenbades an einem Standort, den keiner so
recht will und dazu auch noch die Schließung der Bücherei in Rumeln, das finde ich, ist schon einen
erheblicher Einschnitt für die Bürger in Rheinhausen/Rumeln –Kaldenhausen, so der SPD Fraktionsvorsitzende
Reiner Friedrich.
Die Schließung des Freibades auf den Regierungspräsidenten zu schieben, ist
einfach billig, denn nach der Pressemitteilung im Anschluss an das Gespräch beim Regierungspräsidenten war von der
Schließung des Freibades Toeppersee noch keine Rede, lediglich von der zusätzlichen Schließung des
Lehrschwimmbeckens in Homberg.
Nach unserer Auffassung nutzt man jetzt die Situation der Gründung des
Eigenbetriebes Sport, den die meisten aus dem Sportbereich wollen, um im Bäderbereich einen Rundumschlag
zu machen und statistisch die genutzte Wasserfläche pro Bürger dem Bundesdurchschnitt besser anzupassen und
da kommt der Verwaltung das Freibad Toeppersee mit seinen Wasserflächen, wozu auch die Planschbecken der
Kleinkinder zählen, gerade recht.
Her Seidelt von der CDU erzählt etwas von einen Kombibad.
Er sollte die Vorlage lieber genauer lesen, dort steht eindeutig, "Schließung des Freibades und Bau eines
Hallenbades ohne Außennutzung.“ Dies kommt auch schon dadurch zu Ausdruck, dass behauptet wird, man kann das
Hallenbad nur bauen, wenn man den Verkaufserlös des Grundstückes an der Schwarzenberger Strasse dazu verwenden
kann. Alleine nach der vorgelegten Kostenschätzung soll das Hallenbad am Toeppersee rund 6,4 Mio € kosten.
Der Verkaufserlös des Grundstückes beträgt nach den Zahlen der Vorlage mal gerade 0,7 Mio €. Das reicht bei
einer normalen Finanzierung noch nicht einmal für den erforderlichen Eigenanteil und wer meint, an dieser
Stelle Wohnbebauung realisieren zu können, der sollte einmal die Leerstände in diesem Bereich betrachten.
Als schlimm empfinden wir es, dass der Oberbürgermeister noch wenige Tage zuvor auf einer Versammlung
nur von der Schließung der Hallenbäder mit Neubau eines neuen am Toeppersee gesprochen hat und die
Schließung des Freibades gar nicht erwähnt hat. Dies lässt die Vermutung zu, dass er es zu diesem
Zeitpunkt noch gar nicht gewusst hat. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Bürger so bewusst belügen
würde. Dafür spricht auch die bereits erwähnte Presseerklärung. Die Vorlage ist mit der heißen Nadel
gestrickt, denn sie musste jetzt kurzfristig raus, sonst wäre der Termin für die Beratungsfolge nicht mehr
einzuhalten gewesen und die Gründung des Eigenbetriebes Sport zum 01.01.07 somit nicht mehr möglich.
Dies
sieht man auch an den Zahlen, die nicht nachvollziehbar sind und an der in vielen Zeichnungen beschriebene
Standort des Hallenbades Schwarzenberger Strasse, es liegt nämlich dort irgendwo zwischen Oestrum und Winkelhausen
eingetragen.
Wenn die Standorte schon nicht stimmen, was sollen dann die ganzen Entfernungsspiele um
die Einzugsbereiche zu definieren, die können doch dann auch nicht stimmen. Außerdem sind diese Betrachtungen sinnlos,
wenn man nicht die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrmitteln mitbetrachtet. Wir werden auf jeden Fall wie auch
andere politische Kräfte um die Aufrechterhaltung des Freibades und die Konzeption der Hallenbäder kämpfen und nehmen
positiv zur Kenntnis, dass auch die CDU in unserem Bezirk zumindest die Schließung des Freibadebetriebes am Töppersee
nicht will.
Reiner Friedrich
SPD Fraktionsvorsitzender Duisburg-Rheinhausen