Bebauungsplan für Haus Kaldenhausen

Bereits 1290 wurde das heutige Haus Kaldenhausen geschichtlich bekannt. In einem Schreiben des Grafen Theodor von Kleve an die Stadt Duisburg wurde das ehemalige Rittergut Proth erstmalig erwähnt. Anschließend änderte sich der Name in Proyt oder Prouth, um schließlich als Rittergut Preut in die Geschichte einzugehen. Kein Wunder, dass dieses ehrwürdige Gemäuer denkmalgeschützt ist. Nach dem Verkauf des Herrenhauses, der Scheune und der Remise an einen Bauträger sollte der Bereich in altem Glanz erstrahlen.
Doch die Versprechungen mit den wunderschönen architektonischen Planungen wurden nicht eingehalten. Scheune und Remise wurden an einen anderen Bauträger weiterveräußert, der den Bau von Einfamilienreihenhäusern plante - ein Bruch in der Architektur, eine Zerstörung des Denkmals. Das Rittergut mit seinem Innenhofcharakter soll verschwindet, um maximaler Profit zu erzielen.
Die örtliche Politik ist mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden.
In gemeinsamen Gesprächen wurde der Entschluss gefasst, hier einen ordentlichen Bebauungsplan zu erstellen. Damit nicht doch vom Bauträger Nägel mit Köpfen gemacht werden kann, wird über einen Dringlichkeitsantrag ein Aufstellungsbeschluss erwirkt, der die augenblickliche Bauplanung stoppt.
Der vom Planungsamt der Stadt Duisburg erarbeitete Bebauungsplan wird dann eindeutig regeln, wie innerhalb des Denkmals gebaut werden kann, damit auch unsere Kinder Denkmäler der Geschichte ihrer Heimat ansehen können.