Bertha Krankenhaus

Mit der Entstehung des Krupp'schen Hüttenwerks in Rheinhausen verband Bertha Krupp auch die Gründung eines Krankenhauses für die Bürgerinnen und Bürger von Rheinhausen. Diese Klinik ging schon frühzeitig in die Bertha Krupp Stiftung über und war bis in die Nachkriegszeit die einzige derartige Einrichtung vor Ort. Heute gehört das Bertha-Krankenhaus zum Klinikum Duisburg gGmbH.
Mit 118 Betten verfügt die Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik über eine solide Grundlage vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Angegliedert sind eine Psychosomatische Tagesklinik sowie Einrichtungen für eine offene Therapie.
Seit zehn Jahren besteht das Tanztheater Bertha Krankenhaus - Patienten treten tanzend in Kontakt. Dies ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, welches es sich zum Ziel gemacht hat, die Psychiatrie in die Öffentlichkeit zu bringen.
Jeder erkennt sofort, eine wichtige und erhaltenswerte Einrichtung. Die SPD Fraktion hat daher schon mehrmals nachgefragt, wie die Zukunft des Bertha Krankenhauses zu sehen ist.
Besonders nervös wurde die SPD, nachdem bekannt wurde, dass Parkplätze im unmittelbaren Bereich der Klinik verkauft wurden, um dort Wohnbebauung zu realisieren. Die Anfrage, wie die für die Angestellten, Patienten und Besucher nötigen Stellplätze realisiert werden sollen, wurde mit dem Hinweis beantwortet, dass diese doch auf der Wiese vor der Klinik erstellt werden könnten. Vor einem denkmalgeschützten Bereich? Vor einem Eingangsportal, welches durch die Grünfläche betont wird?
Zweckmäßigkeit kann jeder!
Überlegen, wie Klinik, Umfeld und Umwelt ganzheitlich zu realisieren sind, muss scheinbar noch gelernt werden. Gerade in einem Bereich, wo psychisch labile Menschen behandelt werden, muss das Umfeld stimmen, dürfen nicht Flächen dem schnöden Mammon geopfert werden.
Die SPD Fraktion Rheinhausen fordert daher, die nötigen Parkplätze so zu gestalten, dass das Ensemble nicht gestört wird und vor allem, dass kein Raubbau an den Flächen des Bertha Krankenhauses geschieht.

Wir werden den Prozess im Auge behalten und darauf achten, dass hier ein Krankenhaus in der Form erhalten bleibt, wie es seinerzeit die Gründerin Bertha Krupp geplant hat.