Im Bereich des Neubaugebietes an der Güterstraße sind bei der Anhörung zum Bebauungsplan noch etliche Fragen zur
Altlastensituation und damit auch zur Gartennutzung aufgetreten.
In einer Stellungnahme zur Altlastensituation im Bereich
des Neubaugebietes an der Güterstraße kommt das Umweltamt der Stadt Duisburg jetzt zu dem Schluss, dass es
keine weiteren Untersuchungen auf dem Gelände mehr fordern kann, weil der Eigentümer BahnAG erklärt hat, zukünftig auf die weitere
Nutzung als Kleingärten zu verzichten, darüber hinaus soll kurzfristig ein Verzicht auf Gemüseanbau ausgesprochen werden.
Dies kann man so nicht hinnehmen, daher hat die SPD-Fraktion in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung
Rheinhausen schon den Antrag gestellt, dass ergänzende Untersuchungen durchgeführt werden müssen, um festzustellen, ob durch die
jahrelange Kleingartennutzung eine Schädigung der Betroffenen möglich wäre oder bereits geschehen ist.
Gleichzeitig muss auch hier Vorsorge für die zukünftigen Nutzer und Eigentümer geschaffen werden, denn
wer kauft schon ein Grundstück, auf dem Gemüseanbau nicht gestattet ist. Vor allem, wer plant schon auf einem solchen Grundstück
sein Haus bauen zu wollen und welche Bank würde für ein solches Grundstück ein Darlehen geben?
Wenn die
Belastungen so unproblematisch sind, wie es die BahnAG und das Umweltamt versuchen darzustellen,
dann soll man bitte auch die von der SPD geforderten Untersuchungen durchführen, um hier Sicherheit für die Vergangenheit und die
Zukunft zu schaffen.
Bedenklich macht uns auch, dass es Untersuchungen gibt, die schon seit mehreren Jahren
durchgeführt wurden und trotzdem die so wichtige Fragestellung der Gesundheitsbelastung bisher nicht abschließend geklärt ist.
Wer ein Verbot aussprechen will, muss doch hierfür einen Grund haben.
Wir werden den
Prozess des Bebauungsplanes so lange anhalten oder verzögern, bis die Frage einer Gefährdung für den Menschen
eindeutig durch Untersuchungen geklärt ist.
Reiner Friedrich
SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen