Im Mai 2003 wurde der zurzeit gültige Duisburger Brandschutzbedarfsplan vom Rat der Stadt verabschiedet, so der SPD
Bezirksvertreter Manfred Krossa. Hier stellt sich die Frage, ob der gültige Brandschutzbedarfsplan
den Erfordernissen der Jetztzeit gerecht wird. Seit 2003 hat sich vieles getan und weiteres ist in Planung.
So sind einige Industrieanlagen mit erhöhtem Gefährdungspotential im Umfeld von Rheinhausen hinzugekommen und eine
CO Pipeline befindet sich im Bau. Sollte diese, trotz erheblicher Bedenken der SPD Rheinhausen, in Betrieb
genommen werden, stellt das die Feuerwehr vor neuen riskanten Aufgaben.
Um hier einen aktuellen Sachstand zu erhalten, bittet die SPD Fraktion die Verwaltung Fragen
im Zusammenhang mit dem Brandschutzbedarfsplan zu beantworten.
Die SPD Rheinhausen hat bereits früh darauf
hingewiesen, wie wichtig es ist, die neu entstandenen Industrieanlagen mit in ein generelles Sicherheitskonzept einzubinden.
Die Forderung, zusammen mit dem Chemiepark Uerdingen Alarmsirenen zu installieren, sind, trotz zuvor gegebener
positiver Äußerungen, bisher nicht umgesetzt.
So ist zu klären, ob die gehobenen Ansprüche für gefahrauslösende
Industrieanlagen (z.B. Phosgenanlage) im Brandschutzbedarfsplan eingearbeitet sind.
Wichtig für die SPD ist auch die Frage, wie die Feuerwehr auf ein Szenario „Austritt von großen Mengen
CO Gas“ vorbereitet ist, so Manfred Krossa.
Für den Bereich Rumeln-Kaldenhausen
fährt die Freiwillige Feuerwehr den Ersteinsatz. Sind hier die ehrenamtlichen Helfer entsprechend ausgebildet und auf die
oben genannten Ereignisse vorbereitet?
Grundlage aller feuerwehrtechnischen Einsätze ist die
Zusammenarbeit. Reichen die zur Bekämpfung eingesetzten Feuerwehrleute nicht aus, ist Spezialgerät gefragt oder werden andere
Fachleute benötigt, werden praktikable Lösungen gesucht und realisiert. Gerade in den Bereichen von Chemiewerken, deren
Feuerwehr speziell auf chemische Ereignisse trainiert ist, ist diese Zusammenarbeit immens wichtig. Hier möchte die SPD
erfahren, ob es Vereinbarungen zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Rumeln-Kaldenhausen und der
Werksfeuerwehr des Chemieparks Uerdingen gibt.
Wenn bei den oben genannten Ereignisse die
Anzahl der benötigten Feuerwehrkräfte nicht ausreichen oder der Einsatz Spezialwissen erfordert, wer übernimmt dann die Koordinierung
im Ernstfall?
Geänderte Bedingungen erfordern geändertes Handeln. Hier stellt die SPD die Frage, wann ein neuer
Brandschutzbedarfsplan erstellt wird?