Mit Entschiedenheit wehrt sich die SPD in Rheinhausen gegen die Errichtung eines Kohlekraftwerkes auf der Stadtgrenze zu
Rheinhausen.Gerade im betroffenen Bereich sind genügend umweltbelastende Anlagen von Krefelder Seite errichtet worden.
Hierzu zählen insbesondere die Müllverbrennungsanlage, die Kläranlagen der Stadt Krefeld und der von Bayer,
deren Düfte wir häufig genießen dürfen, die Belastungen durch den Chemiepark Uerdingen sowie deren
Deponie.
In einem gemeinsam festgelegten Paket von Bebauungsplänen wurden die seinerzeitigen Vereinbarungen zur weiteren Entwicklung
auf der Stadtgrenze getroffen, auch im Hinblick auf die Begrenzung der Emissionen und der Feinstaub-Belastung PM10.
Hierin hat ein solches Kohlekraftwerk keinen Platz.
Von allen genannten Anlagen werden Krefelder Bürger
auf Grund der vorherrschenden Windrichtung zu mehr als 95% der Zeit nicht betroffen, aber die Rheinhauser.
Das
geplante Kohlekraftwerk würde die Rheinhauser Bevölkerung, vor allem durch Feinstaub übergebühr belasten. Die
Rheinhauser Bürger sind schon durch die umliegende Industrie, auch auf Krefelder Seite und der erheblichen Zunahme
des Verkehrs so stark belastet, dass die zusätzlichen Emissionen durch ein solches Kohlekraftwerk nicht weiter
hinnehmbar sind.
Die SPD Fraktion Rheinhausen hat Verständnis dafür, dass die Firma Bayer ihren
Energiebedarf decken muss. Hierzu bedarf es aber nicht eines Kohlekraftwerkes, denn es gibt auch alternative Lösungen.
Daher appellieren wir an euch, denkt bei euerer Entscheidung zum geplanten Bau des Kohlekraftwerkes
auf dem Gelände der Firma Bayer auch an die Rheinhauser Bürger, denn diesbezüglich endet eure Verantwortung nicht an der Stadtgrenze.
Aus unserer Sicht kann die Antwort zum Bau eines Kohlekraftwerkes nur Nein heißen.
Reiner Friedrich
Vorsitzender des
Bezirksverbands Rheinhausen