Der Deich in Friemersheim wird sicherer

Projekte wie "Leben am Wasser" haben einen bestimmten Reiz, eine Qualitätssteigerung des Umfeldes. Duisburg ist eine Stadt am Wasser mit all ihren Gefahren. Die Anzahl, der durch Deiche geschützten Menschen in Duisburg ist nicht zu unterschätzen, mehr als die Hälfte der Einwohner lebt in gefährdeten Bereichen. Welch drastischen Ausmaße das annehmen kann zeigt eine Studie der Technischen Hochschule Aachen, die den Fall eines Deichbruchs in Friemersheim simulierte.
Ergebnis: Das Hochwasser könnte bis nach Rheinberg fließen.

Ein sicherer Deich ist also lebensnotwendig. Aus diesem Grund heraus werden zurzeit umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, um die Deiche im Bezirk Rheinhausen zu erhöhen und verstärken.
Der Deichgräf Helmut van Wickeren stellte bei einem Rundgang den Mitgliedern des SPD Bezirksverbandes und der Fraktion das Deichsicherungskonzept Duisburgs vor und zeigte deutlich, dass zurzeit eine Gefahr durch Hochwasser so gut wie ausgeschlossen sei.
Der Deich selber erhält eine vollkommen neue Form, die gegen Angriffe des Wassers wesentlich besser gewappnet ist. Um dennoch für Notlagen vorbereitet zu sein, werden zusätzlich die Deichkrone und der Bereich hinter dem Deich so gestaltet, dass schwere Baufahrzeuge den Deich retten können. Die Planungen werden so durchgeführt, dass nur unvermeidbare Eingriffe in die Natur vorgenommen werden müssen. Kompensationsmaßnahmen werden zum Ausgleich für die Verbreiterung des Deiches durchgeführt und nach Beendigung der Baumaßnahmen versucht, den Urzustand des Umfelds wieder herzustellen.

Die Deiche werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht und stellen über Jahrzehnte einen sicheren Schutz für die Bevölkerung dar.

Bilder von der Deichbau Besichtigung in Friemersheim
(Mit freundlicher Genehmigung von Klaus Thiel-Klenner)