„Wir lassen uns nicht verkohlen“; Großdemo gegen das geplante Kohlekraftwerk in Uerdingen

Das Kohlekraftwerk braucht den Chemiepark Uerdingen nicht, es hat immer Abnehmer für seinen Strom, sollten sie auch außerhalb der deutschen Grenzen liegen. Ist es erst einmal gebaut, existiert es für fünfzig Jahre!
Die Großdemonstration gegen das geplante Kohlekraftwerk in Krefeld Uerdingen stellte mit seinen ca. 1500 Teilnehmern beeindruckend dar, dass in unsere Region keine zusätzliche Dreckschleuder gebaut werden darf. Unter dem Motto: „Wir lassen uns nicht verkohlen“, fand auf dem Uerdinger Marktplatz die Zentralveranstaltung mit vielen Grußworten von Bürgerinitiativen und Umweltgruppen statt.
Der Vorwurf der Investoren, dass sich hier eine industriefeindliche Haltung darstellt, stimmt in keiner Weise. Die in die Öffentlichkeit eingebrachten Vorschläge, im Chemiepark Uerdingen ein modernes Ersatzkraftwerk zu bauen, welches die jetzigen und zukünftigen Energieerfordernisse abdeckt, ist genau die Zielrichtung der Rheinhausener SPD. Mit solch einer Planung würden die über fünfzig Jahre alten Kohlekraftwerke abgeschaltet und die Luftqualität durch neue Techniken erheblich verbessert.
Wir brauchen kein überdimensioniertes Kraftwerk mit einer achtfach größeren Energieerzeugung, konzipiert für den Stromexport.


Kohle ist viel zu schade, um verbrannt zu werden!
Noch kritischer ist die Energieerzeugung mit Hilfe von Kohle zu sehen, wenn die Kohle über große Entfernungen transportiert werden muss, um hier verbrannt zu werden. Durchleuchtet werden muss auch, wie die Kohle gefördert wird.
Die Argumente, dass die Kohle aus kriesengeschüttelten Regionen kommt, teilweise durch Kinderarbeit gewonnen und in Abbauanlagen geschürft wird, deren Sicherheitsstandard deutlich unter denen der deutschen liegt, zählen für die Investoren in keiner Weise.
Der Mensch darf nicht auf der Strecke bleiben!


Das Motto, "Mit Kohle viel Kohle verdienen" darf nicht weiter praktiziert werden.
Deutschlands Forscher haben gezeigt, dass es heute Techniken gibt, die Effizienz der Energieerzeugung deutlich zu steigern bei gleichzeitiger Verringerung des Schadstoffaustoßes.
Vernünftige konstruierte Industrieanlagen reduzieren den Energiehunger, verringern die Luftverschmutzung, verbessern die Arbeitsbedingungen, produzieren hochwertigere Produkte und erhöhen die Lebensbedingungen für die Anwohner.
Dieser Ansatz zeigt deutlich, dass sich Industrie und Umweltschutz nicht ausschließen, sondern ergänzen.

Visuelle Eindrücke von der Demonstration

Ein erstes Grußwort
Grüße vom BUND
Demo
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Aufmerksame Zuhörer
Bezirksbürgermeisterin
Katharina Gottschling
Demo
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Die Demo beginnt
Der brennende Eisbär vorweg
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Mitglieder der SPD Rumeln-Kaldenhausen
Gemeinsam sind wir stark
Demo
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Zielpunkt Marktplatz Uerdingen
Der Kohlesaurus unterwegs
Demo
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