Wer erinnert sich nicht an die Schlagzeile, die 2005 in der örtlichen Presse
veröffentlicht wurde:
"Am Tor1 gibt’s 2005 Paella. Vertrag über Gelände und Pförtnerhäuschen ist
endlich in trocknen Tüchern. Investor will sofort loslegen."
Nach langem Hin und Her schien die
Lösung für das denkmalgeschützte Tor1 gefunden. Doch der Freude folgte die
Ernüchterung. Leere Fensterrahmen, ein vergammeltes Pförtnergebäude, eine
Dreckecke, die weit von den euphorischen Planungen entfernt ist.
Nun ist bereits wieder ein
Jahr ins Land gegangen, es findet sich kein sichtbarer Beweis für den Erhalt des Denkmals. Wie geht es
weiter?
Geniale Entwicklungsleistung hat unsere Region geprägt. Kohle und Stahl haben hier über
Jahrzehnte tausende von Arbeitsplätzen bereitgestellt, es wurde gutes Geld verdient.
Industriearchitektur prägte das Ortsbild. Der Denkmalschutz hat sie zwar gelistet, aber erhalten
und sinnvoll genutzt werden sie nicht, wie das ehemalige Tor1 der Rheinhauser Krupp Hütte deutlich macht.
Ansätze, die von Verwaltung und Politik sehr begrüßt wurden verlaufen im Sand.
Die historische
Kohlelore, die an den Arbeitskampf der Krupparbeiter im August 1993 erinnern soll, ist gestohlen
worden – der schnöde Mammon verdient durch "Eisenklau" hat die Erinnerung vieler Mitkämpfer zerstört.
Die Stahlkonstruktion des Pförtnerhauses steht noch, aber wie lange?
Wann geht es endlich weiter
mit den Plänen des Investors, steht er noch zu seinen Planungen? Verwaltung und Politik waren bisher
verständnisvoll und geduldig, aber das kann sich schnell ändern, denn der Besitzer eines denkmalgeschützten
Gebäudes hat für seinen Erhalt zu sorgen.
Um von der Verwaltung zu erfahren, wie es weitergeht und was
bisher unternommen wurde, die Pläne für das Denkmal Tor1 umzusetzen, hat die SPD Fraktion folgende Fragen
gestellt: