In den Medien ist veröffentlicht worden, dass die älteren Kessel der Müllverbrennungsanlage Krefeld nach dem Jahr 2012
abgeschaltet werden sollen. Die Aussage der in der BV Rheinhausen beratenen Mitteilungsvorlagen ist
aber ganz anders. Dort wird beschrieben, dass alle Kessel der Müllverbrennungsanlage betrieben werden sollen, die Kapazität
des verbrannten Mülls also gegenüber heute fast verdoppelt wird.
Zur Diskrepanz zwischen der
Mediendarstellung und den Mitteilungsvorlagen bitten die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE der Bezirksvertretung Rheinhausen
die Verwaltung die aufgeführten Fragen zu beantworten.
Nach der Presseveröffentlichung möchten die Fragesteller erfahren, ob der Verwaltung ein neuer Sachstand
zur Planung des Durchsatzes der Müllverbrennungsanlage vorliegt? Wenn sich das als richtig herausstellt, stellt sich die
Frage, warum dann die BV Rheinhausen nicht unterrichtet worden ist? Wenn, wie angekündigt, die
alten Kessel abgeschaltet würden, müssten neue Berechnungen zur Umweltbelastung der Region erfolgen.
Sind diese bereits durchgeführt und wann ist mit der Veröffentlichung zu rechen?
Die
Abschaltung der alten Kessel kann auch eine Neuplanung von weiteren Verbrennungseinrichtungen zur Folge haben.
Ist bekannt, ob nach der Stilllegung der alten Kessel der Bau neuer geplant wird?
In der
Vergangenheit ist von dem Betreiber der Müllverbrennungsanlage beantragt worden, das reine Wohngebiet „Am Heideweg“ in
Rumeln-Kaldenhausen in ein allgemeines Wohngebiet umzuwandeln. Das Resultat wären höhere Belastungen mit
Lärm und Emissionen. Hier stellt sich die Frage nach dem Istzustand, also welche Auswirkungen der
Betrieb der Gesamtanlage auf die angrenzenden Wohngebiete der Stadt Duisburg hat?