Eigenbetrieb Sport, was nicht in das Konzept passt

Vom Grundsatz begrüßt die SPD-Bezirksfraktion die Gründung eines Eigenbetriebes Sport, aber nicht unter den Zusatzbedingungen der geplanten Bäderschließungen und der Erhöhung der Nutzungsgebühren der Vereine für Hallen und Sportstätten.
Hier werden wieder zwei Dinge miteinander verknüpft, die ursächlich nichts miteinander zu tun haben.

Ebenfalls lehnt die SPD Fraktion die Zuordnung der bezirklichen Ansprechpartner zum Eigenbetrieb gemäß dem Diagramm in der Anlage 2 der Vorlage ab, zumal es sich hier um eine halbe Stelle handelt. Der bezirkliche Ansprechpartner gehört in den Bezirksservice einschließlich Dienst- und Fachaufsicht, also unter der Leitung des Bezirksamtsleiters, so wie es die BV in der letzten Sitzung einstimmig beschlossen hat.
Ansonsten ist weder eine halbe Stelle noch eine ständige Vorortberatung und Betreuung der Vereine darstellbar. Dies ist der wiederholte Versuch des Sportamtes diese Zuständigkeit an sich zu ziehen und die bezirklichen Kompetenzen auszuhebeln.

Die Schließung des Hallenbades in Rumeln oder die Weiterführung ohne jeglichen städtischen Zuschuss und Kostenübernahme ist für die SPD Fraktion einfach nicht vorstellbar. Sollen die Schulen dieses Bad nicht mehr nutzen oder ist an eine kostenlose Nutzung für die Schulen gedacht.
Welcher Verein kann denn solche Summen stemmen, zumal hier Kosten von über 200000 € ausgewiesen sind. Die SPD Fraktion möchte die ehrenamtliche Arbeit der Vereine stützen, nicht sie in den Ruin treiben!

Klar ist für uns auch, das die Freibademöglichkeit am Toeppersee erhalten bleiben muss, zu mal das Baden in den Baggerseen verboten ist und zusätzlich durch die Wucherung von Wasserpflanzen im Toeppersee Lebensgefahr besteht.
Das Freibad am Kruppsee kann an warmen Tagen die Zahl der Badegäste in Rheinhausen gar nicht aufnehmen und das Bad, welches viele Rheinhauser auf Moerser Gebiet nutzen, das Solimare, wird auch in absehbarer Zeit geschlossen.

Schon heute werden die Hallenbäder in Rheinhausen mehr durch Schulen und Vereine genutzt, als in den übrigen Bezirken in Duisburg, dies bedeutet, das die Schwimmzeiten für die Rheinhauser Bevölkerung wesentlich geringer oder nicht so attraktiv sind, als in den anderen Bezirken.
Diese Vergleiche und Differenzierungen werden aber so in der Vorlage nicht geführt. Hier wird nur die Darstellung gewählt, nach der in Rheinhausen alles im Übermaß vorhanden ist, zu was eine Statistik immer wieder herhalten muss.

Die Vorlage lässt viele Fragen offen, die erst beantwortet werden müssen, bevor man weitere Beschlüsse fassen kann, denn viele Fragen bezüglich Standort, Realisierung und Berücksichtigung des Schul- und Vereinssportes usw. beantwortet diese Vorlage gar nicht.