Das Ende der günstigen fossilen Energien ist in Sicht

In einer parteioffenen Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Rumeln-Kaldenhausen wurde das Thema der zukünftigen Energieversorgung behandelt. Der Wirtschaftswissenschaftler Heinz-Rudolf Hönings referierte über die Situation auf dem Ölmarkt und allgemein über die Vorräte der fossilen Brennstoffe.
Der Kampf um die letzten Reserven der "verölten" Gesellschaft hat längst begonnen.

Die weltweit bekannten Ölreserven werden mit 1,05 Billionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) angegeben, bei einem jährlichen Verbrauch von rund 30 Milliarden Barrel würden diese noch 35 Jahre reichen, wenn sich an dem momentanen Verbrauch nichts ändert, doch der Energiehunger wächst. Eine Einschränkung des Verbrauchs ist nicht in Sicht, wie soll es weitergehen?
Mit China und Indien drängen neue Länder an den geringer werdenden Topf von Öl und Gas. Unter den heutigen Bedingungen werden die fossilen Energieträger im Laufe des 21. Jahrhunderts vollständig abgebaut sein. Der ständig steigende Primärenergiebedarf muss schon bald aus anderen (alternativen) Energiequellen gedeckt werden. Ob dies die erneuerbaren Energien übernehmen können steht noch in Frage.

Eine weitere Problematik stellt sich in der Förderfähigkeit der Ölquellen. Die Ergiebigkeit einer Quelle ist nicht bis zur Erschöpfung gleich bleibend oder steigerbar, sondern nimmt ab ca. der Hälfte des Gesamtvolumens an Öl, kontinuierlich ab, das heißt, die Ölproduktion ist nicht weiter steigerbar. Experten aus der Ölindustrie erwarten dass die Erdölproduktion noch vor dem Jahre 2009 ihre Produktionsspitze erreichen wird (oder sie bereits erreicht hat, wie z. B. die Ölquellen der USA, die bereits 1970 ihren Scheitelpunkt überschritten haben). Danach wird die Förderung jedes Jahr um ca. 3-6% abnehmen.
Düstere Aussichten!
Bei den steigenden Kosten und der Abnahme der Förderquoten rückt die Kohle wieder verstärkt in den Vordergrund. Die zurzeit noch hohen Abbaukosten werden sich relativieren und eine sichere, über Jahrhunderte stabile Energiequelle steht zur Verfügung. Also Schluss mit der Verteufelung der Kohle, ihre Zukunft ist jetzt schon beschlossen. Die SPD Rumeln-Kaldenhausen steht für einen konsequenten Einsatz der heimischen Kohle, denn im Hochenergieland Deutschland dürfen die Lichter nicht ausgehen.