Die Antragsreihe zur Friedrich-Ebert-Straße hat schon eine lange Geschichte und reißt immer noch nicht ab.
Nachdem im August vergangenen Jahres auf Antrag der Grünen der Rückbau der Straße auf je eine
Fahrspur fast einstimmig verabschiedet wurde, legen die Fraktionen von SPD, Grünen und die
Vertreter der Bürgerlich Liberalen und der LINKEN jetzt nach.
Sie beantragen die
Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße für den LKW-Verkehr über 7,5 t Gesamtgewicht.
Dieser Antrag geht weit über die Eckpunkte hinaus, die die Bezirksvertretung im Jahr 2008 mit der Forderung zum
Verkehrskonzept für Rheinhausen verabschiedet hat.
Manfred Krossa: „Bis heute hat die Verwaltung kein Konzept vorgelegt, um die Belastung der
Rheinhauser Bevölkerung durch Lärm und Feinstaub zu reduzieren. Wir wollen nicht länger warten und fordern sie jetzt
zum Handeln auf.“
Heiner Leiße: „Als wir Grünen im Jahr 2001 ein
Nachtfahrverbot für LKW auf der Friedrich-Ebert-Straße beantragt hatten, wurde dieser mit Hinweis auf die fehlende
Ausweichstrecke abgelehnt. Die Osttangente und die L 473 neu stehen nun zur Verfügung, so dass endlich umgesetzt werden
kann, was auch von der CDU nach Öffnung der L 473 neu stets gefordert wurde.“
Der wirtschaftsliberale CDU-Bezirksvertreter Wirtz hatte damals darauf hingewiesen, dass sich der
LKW-Verkehr damit nur verlagern würde. Doch weder Moerser Straße noch Neue Krefelder Straße
sind derart dicht angebaut wie die Friedrich-Ebert-Straße mit ihren geschlossenen Reihen mehrgeschossiger Häuser.
Karsten Vüllings: „Und wer es mit dem Rückbau von Straßen beispielsweise zugunsten
des ÖPNV ernst meint, muss auch für eine Reduzierung des übrigen Verkehrs sorgen.“