Artikel zum Rheinhauser Hallenbad vom 27.03.09
Stellungnahme der SPD Fraktion Rheinhausen

In einer Pressemitteilung zum Bau des neuen Hallenbades wurde beschrieben, dass die für die Planung vorgesehenen Geldmittel nicht ausreichen würden, so dass es Abstriche bei der Ausstattung geben würde.
Beschrieben wurde der Wegfall der Komponenten wie Sprunganlage, Planschbecken und Sonnenterasse. Dieser Verzicht ist für die SPD nicht hinnehmbar, auch die Nachrüstung macht wenig Sinn, da dadurch die Nutzung des Bades als Familienbad in Frage gestellt wird.
Es würde dann als reines Sportbad betrieben, so wie es von einigen Personen von Anfang an favorisiert wurde.
Mit diesen Einschränkungen würde aber auch die Wirtschaftlichkeit des Bades in Frage gestellt, da die eingeplanten Besucher, die ein familienfreundliches Bad suchen, wegbleiben würden.
Es scheint, als ob bei den neuen Planungsansätzen mit der beschriebenen Maßnahmenauswahl die Wirtschaftlichkeit keine Rolle mehr spielen würde.

Die richtige Vorgehensweise aus Sicht der SPD wäre, den Abbruch der alten Anlagen des Freibades hinauszuschieben, welche auch mit mehreren Hunderttausend Euro kalkuliert wurden. Da der den Planungen zugrundeliegende Ratsbeschluss auf eine Obergrenze von 6,215 Mio. € gedeckelt ist, wäre es besser, das Hallenbad komplett familienfreundlich fertig zu stellen und die fehlenden Mittel durch die Abrissverzögerung aufzufangen. Zusätzlich würde sich durch diese Maßnahme noch die Möglichkeit bieten, die Investition von 77.000 € für die Nachrüstung eines zweiten Wasserkreislaufes für das Warmbaden bereitzustellen. Die Attraktivität des Bades könnte sich deutlich steigern lassen, was auch einen positiven Einfluss auf der Einnahmenseite hätte und die Wirtschaftlichkeit verbessern würde, so dass sich diese Investition auch für die Zukunft lohnen würde.
Zumindest für die Durchführung der Maßnahmen:
Errichtung von Planschbecken, Sprungturm und Sonnenterasse wird die Bezirksvertretung sicherlich in ihrer nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag behandeln.
Vorstellbar wäre, dass die Rangfolge der durchzuführen Arbeiten so verändert wird, dass zumindest das Bad als Familienbad nutzbar sein wird.

Auf der anderen Seite zeigt die SPD-Fraktion an dieser Stelle kein Verständnis dafür, dass bei der Fertigstellung des Hallenbades die kalkulierte Finanzgrenze unbedingt eingehalten werden muss. Bei den beschriebenen Überschreitungen handelt es sich um weniger als 2 Prozent der Gesamtkosten, bei andere Projekte der Stadt gab es in letzter Zeit Mehrkosten von mehr als 25 Prozent, ohne dass dies zum Problem erklärt wurde.
Sollten beim Bauablauf noch weitere Unwägbarkeiten mit zusätzlichen Kosten auftreten, stellt sich die Frage, ob der Bau des Bades dann gestoppt würde, dies wäre doch dann die Konsequenz aus der jetzigen Diskussion.

Politisch geplant war ein funktionales Familienbad mit vielfältigen Möglichkeiten für den Schwimmsport, dazu gehören bestimmte Ausstattungskomponenten auf die man aus unserer Sicht nicht verzichten kann, denn sonst erfüllt das Bad nicht die gestellten Anforderungen.

Für die SPD sind die zurzeit geführten Diskussionen politisch unverständlich, denn wenn das so wie geplant umgesetzt würde, wäre das Bad für Familien und nicht vereinsgebundenen Schwimmern unattraktiv.
Was will man den Bürgern denn noch alles nehmen?


Reiner Friedrich

SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen