In einer Pressemitteilung zum Bau des neuen Hallenbades wurde beschrieben, dass die für die
Planung vorgesehenen Geldmittel nicht ausreichen würden, so dass es Abstriche bei der Ausstattung geben würde.
Beschrieben wurde der Wegfall der Komponenten wie Sprunganlage, Planschbecken und Sonnenterasse. Dieser
Verzicht ist für die SPD nicht hinnehmbar, auch die Nachrüstung macht wenig Sinn, da dadurch die Nutzung des Bades als Familienbad in
Frage gestellt wird.
Es würde dann als reines Sportbad betrieben, so wie es von einigen
Personen von Anfang an favorisiert wurde.
Mit diesen Einschränkungen würde aber auch die Wirtschaftlichkeit des
Bades in Frage gestellt, da die eingeplanten Besucher, die ein familienfreundliches Bad suchen, wegbleiben würden.
Es scheint, als ob bei den neuen Planungsansätzen mit der beschriebenen Maßnahmenauswahl die Wirtschaftlichkeit
keine Rolle mehr spielen würde.
Die richtige Vorgehensweise aus Sicht der SPD wäre, den Abbruch der alten Anlagen des Freibades hinauszuschieben, welche auch
mit mehreren Hunderttausend Euro kalkuliert wurden. Da der den Planungen zugrundeliegende Ratsbeschluss auf eine
Obergrenze von 6,215 Mio. € gedeckelt ist, wäre es besser, das Hallenbad komplett
familienfreundlich fertig zu stellen und die fehlenden Mittel durch die Abrissverzögerung aufzufangen. Zusätzlich würde sich
durch diese Maßnahme noch die Möglichkeit bieten, die Investition von 77.000 € für die Nachrüstung eines
zweiten Wasserkreislaufes für das Warmbaden bereitzustellen. Die Attraktivität des Bades könnte sich deutlich steigern
lassen, was auch einen positiven Einfluss auf der Einnahmenseite hätte und die Wirtschaftlichkeit verbessern würde,
so dass sich diese Investition auch für die Zukunft lohnen würde.
Zumindest für die Durchführung der Maßnahmen:
Errichtung von Planschbecken, Sprungturm und Sonnenterasse wird die Bezirksvertretung sicherlich
in ihrer nächsten Sitzung einen entsprechenden Antrag behandeln.
Vorstellbar wäre, dass die Rangfolge der
durchzuführen Arbeiten so verändert wird, dass zumindest das Bad als Familienbad nutzbar sein wird.
Auf der anderen Seite zeigt die SPD-Fraktion an dieser Stelle kein Verständnis dafür, dass bei der
Fertigstellung des Hallenbades die kalkulierte Finanzgrenze unbedingt eingehalten werden muss. Bei den beschriebenen Überschreitungen
handelt es sich um weniger als 2 Prozent der Gesamtkosten, bei andere Projekte der Stadt gab es in letzter Zeit Mehrkosten von mehr
als 25 Prozent, ohne dass dies zum Problem erklärt wurde.
Sollten beim Bauablauf noch weitere Unwägbarkeiten
mit zusätzlichen Kosten auftreten, stellt sich die Frage, ob der Bau des Bades dann gestoppt würde,
dies wäre doch dann die Konsequenz aus der jetzigen Diskussion.
Politisch geplant war ein funktionales
Familienbad mit vielfältigen Möglichkeiten für den Schwimmsport, dazu gehören bestimmte Ausstattungskomponenten auf die man aus
unserer Sicht nicht verzichten kann, denn sonst erfüllt das Bad nicht die gestellten Anforderungen.
Für die SPD sind die zurzeit geführten Diskussionen politisch unverständlich, denn wenn das so wie geplant
umgesetzt würde, wäre das Bad für Familien und nicht vereinsgebundenen Schwimmern unattraktiv.
Was will man den Bürgern denn noch
alles nehmen?
Reiner Friedrich
SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen