Ziele der kommunalen Familienpolitik in Rheinhausen

Die kommunale Familienpolitik verfolgt das Ziel, in einzelnen Stadtbezirken und Wohngebieten Infrastrukturen zu schaffen die Familien bei ihren familienbezogenen Aufgaben unterstützt. Die Umsetzung ist nur zu schaffen, wenn bei der Planung von Neubaugebieten und der Überplanung von vorhandenen Stadtquartieren die Grundlagen der kommunalen Familienpolitik eingebunden werden und bei der Erstellung von Stadtteilentwicklungskonzepten Berücksichtigung finden.
Um dieses Ziel in Rheinhausen umzusetzen, hat die SPD Fraktion einen Antrag für die Sitzung der Bezirksvertretung am 15. März eingebracht, der den Weg beschreiten soll, die Familienfreundlichkeit in der Kommune Rheinhausen zu stärken.

Inhalt des Antrags ist, dass bei allen zukünftigen Entwürfen zur Bebauung folgenden Punkte Bestandteil der Planungen sind und berücksichtigt werden sollen:

Angebote für Mehr-Generationen-Wohnen
Die bewährte Form des generationsübergreifenden Wohnens ist in der heutigen Zeit leider in Vergessenheit geraten. Die Vorteile dieser Form des Zusammenlebens liegen auf der Hand und sollten im Interessen aller Familienmitglieder bei künftigen Planungen mit berücksichtigt werden.

Verbesserung der Betreuung von Kindern im Quartier
Das Leben im Quartier stellt die Heimat der Familie dar. Hierbei ist die Betreuung von Kindern ein maßgeblicher Faktor des Wohlfühlens. Daher ist es wichtig, für ein gutes Angebot an Kindergärten und Kinderhorten zu sorgen. Dabei sollten Hausaufgabenbetreuungen und Mittagessen für Kinder und Schüler eine Selbstverständlichkeit sein.

Attraktive Spiel- und Bolzplätze und die Gestaltung von Nachbarschaftsplätzen
Zusätzlich sollten Möglichkeiten geschaffen werden, um Einrichtungen wie Familienzentren, Familiencafés oder Spielgruppen zu verwirklichen.
Bezahlbare Freizeitmöglichkeiten für Familien mit einem familienfreundlichen Bäderangebot.


Planungen für sichere Schulwege, Verkehrsberuhigung in den Quartieren
Vorstellbar wären hier die Erstellung von Kinderstadtplänen und der Ausbau von Spielstraßen. Wichtig ist vor allem die Stärkung der Rechte für Radfahrer, Kinder und Fußgänger.

Einrichten von Angeboten für Familienplanung, Familienberatung und Familienbildung
In diesem Zusammenhang sollten neben der Volkshochschule andere Bildungseinrichtungen gestärkt werden, z.B. Stadtteilbibliotheken und Musikschulen. Hilfreich wären auch zusätzliche Angebote zur Familienplanung, Konflikt- und Schuldnerberatung.

Stärkung der Angebote zur Betreuung von Seniorinnen und Senioren und für Menschen mit Behinderungen
Eine Kommune ist für alle da.
Zusammenleben heiß, niemanden auszugrenzen und Möglichkeiten bieten, dass pflegebedürftigen Personen und ihren Angehörigen, z.B. durch Betreutes Wohnen, ambulante Pflegedienste und Begegnungsstätten mit Mittagstischangebot, in der Gemeinschaft leben können.

Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen müssen direkt mitgeplant werden, so sollten z.B. abgesenkte Bürgersteige an Straßenübergängen zur Norm werden.

Werden diese Grundlagen bei allen zukünftiger Planung berücksichtigt, wird der richtige Weg für einen familienfreundlichen Bezirk Rheinhausen beschritten.