Unterstützung für die Frauenhäuser

Aufgrund der traditionellen Hierarchiestrukturen wird von der Mehrheit der Bevölkerung eine gewisse Unterdrückung der Frauen für normal gehalten oder stillschweigend geduldet.
Frauenprobleme in der Gesellschaft sind Themen, die besonders die Mitgliederinnen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) interessieren, ist doch die Gleichstellung der Frau häufig nur im theoretischen Ansatz gegeben.

Die Beauftrage der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) der SPD Rumeln-Kaldenhausen, Inge Mellenthin lud zu einem Themenabend Frauenhäuser ein. Mit Frau Randerat, Leiterin eines Frauenhauses, konnte sie hier eine Fachfrau begrüßen, die in ihrem Vortrag einen Bereich der Gesellschaft vorstellte, der selten oder gar nicht beachtet wird: „man spricht nicht darüber“. Die Not einiger Frauen, teilweise mit Kindern, führt in Ausnahmefällen dazu, dass sie aus ihrer Ehe flüchten und in einen geschützten Bereich fliehen. Hier steht ihnen Fachpersonal, wie Sozialarbeiter, Erzieherinnen und hauseigene Kindergärten zur Verfügung um die Notlage zu verarbeiten und einen neuen Weg für die Zukunft zu finden.

Besonders krass stellt sich dabei die Situation bei Migranten-Frauen da. Diese sind unter Umständen bei einer Flucht aus der Ehe von Ausweisung bedroht, da viele erst kurz vor der Heirat nach Deutschland zugezogen sind.
Sprachprobleme, Gefühle der Einsamkeit und Hilflosigkeit dominieren hier, wenn die Familie verlassen wird. Zusätzlich wird das Verlassen des Kulturraums als sehr schmerzhaft empfunden, mit der Folge, dass häufig psychosomatische Krankheitssymptome bei Frauen und Kindern zu finden sind.

Bei der Aufnahme der Frauen mit ihren Kindern in den geschützten Bereich des Frauenhauses muss aber mit einer Einschränkung gelebt werden, Jungen, die älter als 13 Jahre sind, werden nicht mit aufgenommen. Die Gründe sind unter anderem darin zu suchen, dass das Machoverhalten der Väter häufig schon übernommen wurde und „kleine Patriarchen“ für Unruhe sorgen.

Sorgenfalten bekommt Frau Randerat, wenn sie an die Streichung von 36 000 Euro Zuschüsse der Landesregierung denkt. Gerade eine Stadt wie Duisburg hat große Probleme, die fehlenden Mittel auszugleichen.