Zu viele Vorschriften für Trauernde
Von SPD Ratsfrau Elke Patz

Der Ausschuss für Umwelt und Grünflächen beschließt auf Antrag der SPD eine Neufassung der Friedhofssatzung. Erinnerungsfotos auf den Grabsteinen waren bisher nur mit Ausnahmegenehmigung möglich!
Die Friedhofssatzung ist ein Modell von gestern. Davon jedenfalls ist die SPD überzeugt.
Am 02. Februar 2009 diskutierten die Mitglieder des Grünflächenausschusses über das Thema „Neue Friedhofssatzung“. Wer heute ein Erinnerungsfoto auf dem Grab seines verstorbenen Angehörigen anbringen möchte, braucht dazu eine Sondergenehmigung. Auch sind dort, wo Grabsteine stehen, eigentlich keine Kreuze erlaubt.

„Die Satzung ist nicht mehr zeitgemäß, die Angehörigen werden durch den Bürokratismus nur abgeschreckt“, begründete Ratsfrau Elke Patz ihren Antrag, die Satzung zu vereinfachen. Menschen, die gerade einen Angehörigen verloren hätten, seien wohl kaum in dem seelischen Zustand, um über Ausnahmegenehmigungen zu diskutieren und diese zu beantragen. Außerdem bedeuten Ausnahmegenehmigungen zusätzliche Kosten.

Trauernde dürften nicht in einem Paragraphendschungel überfordert werden.

Bestatter, Steinmetze, Friedhofsgärtner, Kirchen und städtische Vertreter gehörten an einen Tisch.

Elke Patz:“Ich bin froh, dass die anderen Parteien unserem Antrag gefolgt sind und endlich Einsehen zeigen".

Jetzt ist die Verwaltung in der Pflicht, entsprechende Vorschläge zu machen und die Vorschriften zu vereinfachen“, so Elke Patz.