Die CDU contra Bildungsholding und Schuldezernent
von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (05.01.2011)
Die CDU schürt mal wieder die Ängste der Eltern. Sie spricht von einer Gemeinschaftsschule für Rheinhausen, doch zum jetzigen Zeitpunkt ist eine solche weder geplant noch rechtlich möglich. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Gründung einer Gemeinschaftsschule in Rheinhausen sind zurzeit überhaupt nicht gegeben und es gibt auch keine Bereitschaft an Schulen der Sekundarstufe I diese einzurichten.
Die Gründung einer Gemeinschaftsschule setzt die Freiwilligkeit der Schule und der Eltern voraus und diese ist an keiner der Schulen zur Zeit gegeben. Die Duisburger CDU, speziell die im Bezirk Rheinhausen hält mit Gewalt am dreigliedrigen Schulsystem fest, obwohl der Elternwille hier ganz anders aussieht. Selbst der CDU-nahe Schuldezernent und die Bildungsholding selbst hat schon verkündet, dass die Hauptschule ein Auslaufmodell ist und in den nächsten Jahren maximal eine Hauptschule pro Bezirk überleben wird.

Dieser Entwicklung muss auch politisch Rechnung tragen werden. Ein erster Schritt für die SPD im Bezirk Rheinhausen und auch im Schulausschuss des Rates der Stadt Duisburg ist die Erhöhung der Aufnahmekapazität der Gesamtschulen, wie dies zum Beispiel durch die Schaffung der Fünfzügigkeit an der Meitner-Gesamtschule bereits geschehen ist.
Der Elternwille bei der Wahl der Schulform hat für die SPD die höchste Priorität und erst danach werden die Fragen von Schulschließungen, Erweiterungen und Neugründungen behandelt.
Hier wird auch in diesem, sowie in den folgenden Jahren ein intensiver Dialog mit den Betroffenen geführt. Wir sind bereit, den von den Eltern gewünschten Veränderungen Rechnung zu tragen und werden keinen Kahlschlag im Bildungssystem durchführen, wie es die CDU immer behauptet.

Wir werden mit den Betroffenen den Weg gemeinsam gehen und versuchen, deren Wünsche und Forderungen zum Wohle der Betroffenen, nämlich der Kinder, umzusetzen. Nur im Dialog kann der Weg zu einem besseren Bildungssystem umgesetzt werden.
Die Zeiten der Umsetzungen durch Anordnungen sollten doch aufgrund der gemachten Erfahrungen in der Vergangenheit vorbei sein. Gegen den Willen der Betroffenen kann man keine Reformen durchsetzen.

Ob die CDU hierbei mitzieht, muss sie politisch für sich entscheiden, die Lösung, die die CDU mit Schulverbünden anbietet, wird bisher von allen Betroffenen in der Regel aus den unterschiedlichsten Gründen abgelehnt, weil hierin nur eine Hinhaltetaktik gesehen wird, die für die erforderliche Veränderung nur eine aufschiebende Wirkung erzielt und sich so nur zum Nachteil der betroffenen Kinder auswirkt.