Einrichtung von öffentlichen Flächen zur Graffitinutzung

Graffiti gilt als ein typisches Ausdrucksmittel der heutigen Jugend-Kultur. Leider gibt es dabei Irrwege, die zur Schädigung von Eigentum führen.
Teuere Reinigungsaktionen und hohe Kosten sind die Folge.
Verhindern lässt sich dieser Wildwuchs sicher nicht völlig, aber mit der Bereitstellung öffentlicher Flächen könnte ein großer Teil der illegalen Aktionen abgefangen werden.

Wer will, dass möglichst wenig "mutwillige Sachbeschädigung" verübt wird, muss dieser Kultur auch genug öffentliche Entfaltungsmöglichkeiten geben.
Daher hat die SPD-Fraktion Rheinhausen einen Antrag formuliert, in dem die Verwaltung beauftragt wird zu prüfen, ob in Verbindung mit den Kümmerern öffentlichen Flächen bereitgestellt werden können, damit graffitibegeisterte Jugendliche diese für ihre Präsentation nutzen.

Graffiti ist aber ein Teil der modernen Kunst.
Selbstdarstellung und Ausdruck von Empfindungen, das Lebensgefühl einer ganzen Generation stellt sich hier dar, einer "Jugendbewegung", die international boomt und deren Ende nicht abzusehen ist.
Nie zuvor in der Geschichte der Kunst haben sich junge Menschen so massenhaft und weltweit mit einer Kunstströmung identifiziert.
Niemals zuvor in der Geschichte ist es vorgekommen, dass junge Menschen ihre eigenen ästhetischen Vorstellungen in einer unverwechselbaren, eigenständigen Kunstrichtung dargestellt haben. Hier darf nicht verboten, sondern hier muss gefördert werden.

Dies allein müsste Grund genug sein, sich mit Graffiti auch öffentlich zu beschäftigen. Künstlerische Graffiti-Darstellungen tragen zur Verschönerung des Ortsbildes bei.
Die Wechsel bei den Darstellungen führen zu einer dynamischen Bilderkultur, eine Belebung der ansonsten statischen Kunst.

Vorstellbar ist auch, dass sich mit Graffiti die Schule, besonders im Kunstunterricht, intensiv beschäftigt. Künstlerische Gestaltung in Verbindung mit öffentlichen Freiflächen könnte sicher hier einen Teil der "Illegalen Graffiti" verschwinden lassen.