Wo sollen die Rheinhauser denn zukünftig am Wochenende baden Herr Oberbürgermeister Sauerland?
von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (23.04.2010)

Nach den Vorstellungen des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland, brauchen die Rheinhauser keine Möglichkeiten in ihrer Freizeit baden zu gehen bzw. ihren Kindern das Schwimmen beizubringen. So ist jedenfalls das Verhalten zu deuten, das neue Hallenbad Samstag und Sonntag Nachmittag geschlossen zu halten.
Ein weiterer Schritt des Oberbürgermeisters gegen die einstigen guten Schwimmmöglichkeiten im Bezirk Rheinhausen, denn trotz großer Proteste von SPD und Bürgerschaft wurde bereits durch die Verwaltung das Frei- und Wellenbad am Toeppersee geschlossen. Das Versprechen des OB als Freibadersatz ein Naturbad an der Tegge zu erstellen ist bisher auch baden gegangen, denn es gibt immer noch keine konkrete Planung. Auch die Zusage Außenliegewiesen im Umfeld des neuen Hallenbades einzurichten scheint dem Spar-Diktat der Verwaltung geopfert zu werden.
Wie ist in diesem Zusammenhang die Aussage des OBs zu bewerten, dass die Kinder in den heißen Sommermonaten ja weiter die Möglichkeit hätten, das Kruppseebad zu nutzen?
Die Antwort ist ganz einfach:
Oberbürgermeister Sauerland hatte im Rahmen der Beratungen zum Haushaltssicherungskonzeptes vorgeschlagen, die Förderung für dieses Freibad einzustellen. Dies konnte zum Glück durch die SPD mit Kooperationspartnern im Rat abgewendet worden.

Für das versprochene Naturbad an der Tegge gibt es bis heute noch nicht einmal ein Genehmigungsverfahren und von einem Investor, der schon seit Jahren gesucht wird, sieht und hört auch nichts mehr.
Jetzt soll das neue Hallenbad eröffnet werden, aber in den Zeiten, in denen die Mehrzahl der Bürger baden gehen könnten, soll es geschlossen bleiben. Samstags und sonntags soll ab 12.00 Uhr der Badebetrieb eingestellt werden. Familien und Freizeitsportler werden ausgesperrt. Ist das die Kinder- und Familienfreundlichkeit des Oberbürgermeisters?

Wie schon in vielen vergleichbaren Fällen wird sich auch hier wieder auf den Regierungspräsidenten (RP) bezogen – welcher immer an allem Schuld ist. Der RP erstellt aber nicht die Schichtpläne für die Schwimmmeister und was sollte der auch dagegen haben das Hallenbad zu öffnen, wenn mit hohen Besucherzahlen gutes Geld verdienen werden könnte.

Das soll bürgerfreundlich und wirtschaftlich sein? Welche Gedanken macht man sich eigentlich bei der Verwaltung, beim Erstellen solcher Vorlagen?

Für die SPD sind diese Öffnungszeiten nicht akzeptabel und ich gehe mal davon aus, dass die Mehrheit der anderen politischen Parteien das genau so sieht.