Einer der verdientesten Genossen des Bezirks Rheinhausen ist seinen letzten Weg gegangen, Hans Kleer ist gestorben. Hans hat
das Leben in Rheinhausen mitgeprägt, er war einer der Ersten, die Umweltschutz realisierten, bevor überhaupt darüber gesprochen wurde.
Bis zu seinem Tode war er ein politischer Mensch, hat beraten und bei Entscheidungen das richtige Wort gefunden. Im Mittelpunkt
seines Lebens stand stets der Mensch, er war ein Sozialdemokrat durch und durch. Vielen Dank für Deinen Einsatz zum Wohle der
Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.
Schon früh hat sich Hans Kleer in die Politik seiner Heimatstadt eingemischt, so war er
schon 1952 Kreistagsabgeordneter im Kreis Moers. Diesem Gremium gehörte er bis 1969 an. Nach der Eingemeindung Rheinhausens nach
Duisburg gehörte er ab 1975 der Bezirksvertretung Rheinhausen an und anschließend bis 1984 dem Rat der Stadt Duisburg, um hier
durchsetzungsstark sozialdemokratische Gedanken zu verwirklichen.
Von 1984 an war Hans zehn Jahre Bezirksvorsteher in
Rheinhausen, gäbe es zu dieser Zeit bereits den Titel Bezirksbürgermeister, Hans hätte ihn verdient.
In seiner Zeit als Bezirksvorsteher hatte Hans in einer der bisher schwierigsten Zeiten Rheinhausens mitzubestimmen. Was musste in
Hans vorgegangen sein als die Schließung des Kruppschen Hüttenwerks, unsere Hütte, angekündigt wurde? Er hat in vorderster Reihe
gestanden, als der deutschlandweit bekannteste Arbeitskampf begann, war doch die Existenz vieler Familien und ihrer Kinder bedroht.
Sehr zu Herzen ging auch der ökumenische Gottesdienst in einer riesigen Werkhalle. Unter dem Motto: "Brot und Rosen" sangen 20000
Menschen "Keiner schiebt uns weg" und schwenkten Rosen und Brot. Die Rosen waren das Symbol für die Solidarität, Brot stand für Arbeit.
Mit Hans ging es aber auch wieder vorwärts in Rheinhausen. Sein steter Kampf für soziale Gerechtigkeit zum Wohle
Rheinhausens hat sich gelohnt.
Mit Hans Kleer verlieren wir einen guten Freund und einen Kämpfer für die gerechte Sache der
Sozialdemokratie.