Wo einst das Rheinhauser Krupp Hüttenwerk das Bild der Landschaft bestimmte, wird heute
hochmodern Logistik betrieben. Was ist von Krupp übrig geblieben? Nichts?
Doch, die alte
Hauptwerkstatt steht noch und zwar unter Denkmalschutz.
Wie lange noch ist aber
die Frage, denn die Substanz ist marode und der Standort ist denkbar ungünstig für ein aus historischer Sicht
erhaltenswertes Gebäude.
Was ist zu tun?
Die Fraktionen der SPD und der FDP / Bürgerlich Liberale beschäftigen
sich in einem Antrag intensiv mit der Lösung des Problems Erhalt des Gebäudes und Sicherung des Denkmalschutzes.
In ihrem Antrag fordern die Fraktionen, dass die ehemalige Hauptwerkstatt auf dem Logportgelände abgerissen
werden sollte, da sie sich weder in einem denkmalwürdigen Zustand befindet noch bisher einer adäquaten Nutzung
zugeführt werden konnte. Gleichzeitig sollten dabei die denkmalwürdigen Komponenten dokumentiert und
gesichert werden und an anderer Stelle, wie im Rheinpark oder im neuen Zentrum der
Thyssenkrupp-Verwaltung in Essen oder an einer geeigneteren Stelle aufgebaut oder in Gebäudeteile
integriert werden. Hierzu sollte die Verwaltung umgehend Kontakt mit der Krupp-Stiftung aufnehmen
und ein entsprechendes Umsetzungskonzept erarbeiten, in dem festgelegt wird, welche Teile erhalten und gesichert
werden sollen, wie sie vorübergehend konserviert und gelagert werden und wie ihre mögliche weitere Verwendung sein
soll.
Somit bleiben die denkmalgeschützten Komponenten der Halle für die Nachwelt erhalten
und werden nicht dem Verfall und der Zerstörung preisgegeben und ein Schandfleck im Stadtbild wäre weniger vorhanden.
Hierbei ist insbesondere an den Erhalt des alten Gebäudes gedacht und an eine sinnvolle Einbindung der
baulichen Substanz in ein neues Nutzungskonzept. Mit dieser Idee, den architektonischen Bestand der alten
Hauptwerkstatt zu sichern, verfolgen die Fraktionen SPD und der FDP / Bürgerlich Liberale das Ziel, historisches so
aufzuarbeiten, dass die Nachwelt versteht, wie Arbeitsleben einmal funktioniert hat.