Besichtigung der Kruppdeponie und Rheinuferpark

In der ruhigeren Sommerzeit nimmt sich die SPD-Fraktion Zeit, von Rheinhausen nach Rheinhausen zu fahren. Die zweite Erfahrungstour durch den Bezirk führte zur Kruppdeponie und dem Rheinuferpark.
Bereits kurz nach Entstehung des Hüttenwerks Rheinhausen wurde damit begonnen, das Rheinvorland auszukiesen und mit Hüttenschlämmen und Schlacken aufzufüllen. Ziel war es, hier ein Naherholungsgebiet für die Bürger einzurichten, den so genannten Rheinuferpark.
Nachdem die ersten Aufschüttungen mit Höhen bis zu 50 m beendet waren, begann eine gezielte Aufforstung dieses Gebietes. Heute sieht man den Erfolg dieser Bemühungen, ein Grüngürtel nahe dem Rhein. Zur Vervollständigung des Rheinuferparks muss vor allem die Kruppdeponie fertig gestellt werden.
Die letzte noch zu verfüllende Deponie ist zurzeit in Arbeit. Hochofenschlacken und Stäube werden hier eingebracht und verfestigt. Wichtig für den Umweltschutz:
Es handelt sich um inerte Materialien, also solche, die keine chemischen Verbindungen eingehen und nur sehr schwer löslich sind. Mit Abschluss der Verfüllung werden in einem aufwendigen Verfahren wasserunlösliche Tonschichten, Drainagesysteme und abschließend eine 1,5 m dicke Mutterbodenschicht aufgebracht. Dann kann die eigentliche Rekultivierung beginnen.
Zur Verbesserung der Ökologie wird darauf geachtet, dass die Neupflanzungen Schutzmöglichkeiten für Kleintiere bieten und früh- sowie spät blühende Gehölze enthalten, die für den Imker mit seinen Bienenvölkern lebenswichtig sind.
Der Rheinuferpark geht seiner Fertigstellung entgegen. Schon in einigen Jahren ist es möglich, von der Brücke der Solidarität bis nach Essenberg zu Fuß oder mit dem Fahrrad Natur pur zu genießen.
Einen Wehrmutstropfen muss der Verfechter von Recyclingverfahren leider schlucken. Hochofenschlacken sind ideale Baumaterialien für Straßen und Bahnlinien. Leider sind durch die große Konkurrenz mit Schlacken aus dem Müllverbrennungsanlagen Verfahren zum Einlagern kostengünstiger als der Einsatz am richtigen Ort.Hier muss dringend darüber nachgedacht werden, wie viel Sinn es macht, wertvolle Baumaterialien einfach "auf Seite zu schaffen".


So soll der Rheinuferpark mal werden

Deponie

Revierförster Axel Freude erklärt die Planung

Die SPD Fraktion am Eingang der Deponie

Deponie1

Noch sieht alles wüst aus, aber bald...

Auf dem Gipfel der Deponie, Plan
und Wirklichkeit

Deponie2

Wo jetzt noch Wüste ist, gedeiht bald Grün.



Blick vom Gipfel der Deponie auf den Rhein

Blick_von_Deponie

Deutlich ist der fertige Teil des Rheinuferparks zu erkennen