In Rumeln-Kaldenhausen gibt es Jugendliche und jungendliche Erwachsene, die sich außerhalb der üblichen gesellschaftlichen
Normen bewegen. Auffällig für diese Gruppen sind der hohe Alkoholkonsum und die große
Gewaltbereitschaft. Auch die Angebote der Jugendzentren werden in der Regel abgelehnt, so dass die direkte
Kommunikation mit der Zielgruppe unmöglich wird.
Diese Problematik hat die Jusos des SPD Ortsvereins
Rumeln-Kaldenhausen veranlasst, über die SPD Bezirksfraktion einen Antrag einzubringen, in dem die
Verwaltung gebeten wird, einen Jugendtreffpunkt unter Mitwirkung der Rheinhauser Streetworker einzurichten.
Im Einzelnen soll dabei geprüft werden, ob die Möglichkeit besteht, eine derzeit nicht genutzte
Brachfläche für die Installation eines Jugendtreffpunkts zur Verfügung zu stellen. Ferner soll in den Jugendzentren und
Schulen aktiv für dieses Projekt geworben werden, um die dort erhaltenen Anregungen mit Hilfe der Zielgruppe
zu realisieren. Zur Umsetzung des Projekts werden finanzielle Mittel benötigt, hier muss
abgeklärt werden, ob Fördermittel aus Land oder Bund rekrutiert werden können.
Damit dieses Projekt erfolgreich
wird, ist die Mitarbeit von Fachkräften der Jugendarbeit dringend erforderlich. Mit den Streetworkern
wäre hier die Idealbesetzung gegeben, denn sie suchen die Jugendlichen dort auf, wo sie sich aufhalten.
Insbesondere öffentliche Plätze, Schulhöfe und Sportanlagen werden von Jugendlichen für sich gewonnen, da hier keine strikten Regeln
gelten, außer denen, die von den Jugendlichen selbst aufgestellt worden sind.
Die
Bereitstellung eines kontrollierten Aufenthaltsbereichs, wo die Jugendlichen unter Anleitung ihre Wünsche
in die Realität umsetzen können, wäre ein geeigneter Ansatz, mit der Zielgruppe ins Gespräch zu kommen und eine
Resozialisierung zu erreichen.
Die Anregungen und Wünsche der Gruppen könnten in einer Zusammenarbeit aus
Streetworkern, Jugendzentren und den örtlichen Schulen erarbeitet werden. Hierbei ist es wichtig, vorhandene
funktionierende Strukturen zu integrieren.
Häufig sind die Gruppenmitglieder benachteiligt und empfinden sich als
unerwünscht. Durch gezielte Sozialarbeit kann das Vertrauen gewonnen und Hilfen möglich werden.
Durch diese Maßnahmen kann es geschafft werden, Schulabschlüsse zu erreichen und Ausbildungen abzuschließen. Das Zurück in
die Gesellschaft wäre gewährleistet.
Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten
könnte ein Netzwerk geschaffen werden, welches optimale Hilfe in Problemfällen anbietet.