Die erste Anmeldungsrunde an den weiterführenden Schulen im Bezirk Rheinhausen hat ergeben, dass erneut wesentlich mehr Eltern
ihre Kinder an Gesamtschulen unterrichtet wissen wollen als Plätze zur Verfügung stehen. Die Heinrich-Heine-Gesamtschule
hat im vergangenen Jahr 135 und die Lise-Meitner-Schule 120 Schüler/innen aufgenommen. Dem
gegenüber stehen jetzt 147 bzw. 209 Erstanmeldungen. In einer zweiten Anmeldungsrunde sollen nun diejenigen 101
Schüler/innen, die an den Gesamtschulen nicht aufgenommen werden können, auf die Realschulen und Hauptschulen im Bezirk verteilt
werden.
So zumindest will es die Schulverwaltung.
Das sehen die Bezirkspolitiker von
SPD, Grünen und Linken anders.
Manfred Krossa (SPD): „In der gleichen Anmelderunde hat sich schließlich gezeigt, dass die Hauptschulen
aus Sicht der Eltern ein sterbender Bildungszweig sind. Deshalb möchten wir möglichst vielen Kindern eine gesicherte schulische
Zukunft bieten.“
Aus diesem Grund haben die Kooperationspartner den Antrag auf den Weg gebracht, möglichst je eine
weitere Eingangsklasse an den beiden Gesamtschulen einzurichten.
Heiner Leiße (Grüne): „Auf
diese Weise könnten wir die überzähligen Anmeldungen auf die beiden Schulformen Gesamt- und Realschule verteilen und erhalten so die
Möglichkeit, die Schullandschaft im Bezirk mittelfristig nachhaltig auszurichten.“