Kooperationspartner fordern zusätzliche Eingangsklassen an Gesamtschulen
von Heiner Leiße, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grüne im Bezirk Rheinhausen (12.02.2010)

Die erste Anmeldungsrunde an den weiterführenden Schulen im Bezirk Rheinhausen hat ergeben, dass erneut wesentlich mehr Eltern ihre Kinder an Gesamtschulen unterrichtet wissen wollen als Plätze zur Verfügung stehen. Die Heinrich-Heine-Gesamtschule hat im vergangenen Jahr 135 und die Lise-Meitner-Schule 120 Schüler/innen aufgenommen. Dem gegenüber stehen jetzt 147 bzw. 209 Erstanmeldungen. In einer zweiten Anmeldungsrunde sollen nun diejenigen 101 Schüler/innen, die an den Gesamtschulen nicht aufgenommen werden können, auf die Realschulen und Hauptschulen im Bezirk verteilt werden.
So zumindest will es die Schulverwaltung.
Das sehen die Bezirkspolitiker von SPD, Grünen und Linken anders.

Manfred Krossa (SPD): „In der gleichen Anmelderunde hat sich schließlich gezeigt, dass die Hauptschulen aus Sicht der Eltern ein sterbender Bildungszweig sind. Deshalb möchten wir möglichst vielen Kindern eine gesicherte schulische Zukunft bieten.“
Aus diesem Grund haben die Kooperationspartner den Antrag auf den Weg gebracht, möglichst je eine weitere Eingangsklasse an den beiden Gesamtschulen einzurichten.
Heiner Leiße (Grüne): „Auf diese Weise könnten wir die überzähligen Anmeldungen auf die beiden Schulformen Gesamt- und Realschule verteilen und erhalten so die Möglichkeit, die Schullandschaft im Bezirk mittelfristig nachhaltig auszurichten.“