Hohe Heizkosten müssen nicht sein!

Wer hat nicht ein ungutes Gefühl in der Magengegend, wenn er an die gestiegenen Heizkosten denkt. Dieses Gefühl ist auch begründet, denn die Kosten für Heizöl sind drastisch erhöht worden, allein fast 40% innerhalb eines Jahres. Gas- und Strompreis folgen den Ölpreisen und drücken zusätzlich auf die Haushaltskasse.
Der gemeinnützige Verein "Klima Tisch Duisburg" möchte Hauseigentümer für die Durchführung konkreter Energiesparmaßnahmen gewinnen. Nicht nur die Umweltschützer sollen hier angesprochen werden, sondern alle, die ihren Geldbeutel schonen wollen. Zusätzlich wird ein aktiver Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen und zum Klimaschutz geleistet.

In einer gemeinsamen Info Veranstaltung des Vereins "Klima Tisch Duisburg" und des Arbeitskreises Umwelt des SPD Bezirksverbands Rheinhausen wurde von Herrn Dipl.-Ing. Architekt Heinrich Maas van Schingen vorgetragen, welche Ziele der "Klima Tisch Duisburg" verfolgt und welcher Nutzen für private Hausbesitzer daraus resultieren.
Bis zu 3000 Euro bekommt ein Hausbesitzer vom "Klima Tisch Duisburg" geschenkt, wenn er geeignete Maßnahmen trifft, den Energieverbrauch zu senken. Dabei sollen 30 bis 40 Kg pro qm an CO2 Ausstoß pro Jahr eingespart werden. Zusätzlich gibt es günstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zurzeit bei 1,96 % liegen. Gefördert wird mit maximal 250 Euro pro qm Wohnfläche, was z.B bei einer Fläche von 100 qm 25000 Euro entspricht.

Wie sieht der Weg der Förderung aus?
Als erster Schritt erfolgt eine kostenlose Energieberatung bei der Verbraucherberatungsstelle Duisburg (Tel.: 0203 362249). Wenn dieses Gespräch zeigt, dass sich eine Modernisierung lohnt, muss im nächsten Schritt eine Energieanalyse vor Ort durchgeführt werden. Diese ist nicht kostenlos, sondern muss mit ca. 700 Euro eingeplant werden. Vorteilhaft ist aber, dass diese nicht komplett vom Hausbesitzer zu tragen ist, sondern finanziell vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und dem "Klima Tisch Duisburg" unterstützt wird. Die wahren Kosten liegen dann zwar bei ca. 180 Euro, aber zusätzlich gibt es den Energiepass, der ab Mitte nächsten Jahres für alle Mietwohnungen und Häuser Pflicht wird.

Ist geklärt, wo im Haus die Wärme verloren geht, ob neue Fenster oder eine neue Heizung gebraucht wird, kann der Finanzierungsrahmen erstellt werden. Die Umbaumaßnahmen können dann von zugelassenen Handwerkern der eigenen Wahl durchgeführt werden. Ist auch dieses Ziel erreicht, werden nach Abnahme der Maßnahmen die Mittel freigegeben, Gelder gespart und der Umwelt geholfen.

Bei der Anschaffung einer neuen Heizung, sollte auf jeden Fall eine Holzpelletheizung mit in Betracht gezogen werden. Die vollautomatischen Anlagen haben keine Bedienungsnachteile gegenüber Gas- oder Ölheizungen, können aber deutlich günstiger betrieben werden, denn bei vergleichbaren Heizmengen kosten die Pellets deutlich weniger. Da die Pellets aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, sind diese auch als regenerative Energieform anzusehen. Holz wächst genügend in Deutschland nach und müsste nicht ungenutzt als geschlagenes Naturprodukt im Wald vergammeln.
Würden sich die Holzpelletheizungen durchsetzen, könnten die primären fossilen Energieträger wie Gas und Öl geschont und deren kostbaren Inhaltsstoffe nicht verbrand, sondern einer sinnvolleren Nutzung zugeführt werden.