Die CDU wünscht sich das Kohlekraftwerk in Uerdingen

Deutschland hat als eines von zehn EU-Staaten die Luftqualitätsstandards für gefährliche Feinstaubpartikel (PM10) nicht eingehalten. Daher wurde durch die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, eingeleitet.
Vor diesem Hintergrund ist der Wunsch von Herrn Partenheimer (CDU) unverständlich, erneut das geplante Kohlekraftwerk in Uerdingen ins Spiel zu bringen. Bei der in unserem Bezirk bereits vorherrschenden hohen Luftbelastung, vor allem hervorgerufen durch die angesiedelte Industrie, muss sehr kritisch mit jeder zusätzlichen Mehrbelastung umgegangen werden. Hier steht für die SPD besonders die gesundheitliche Gefährdung im Vordergrund, die bekanntlich von der individuellen Immissionsbelastung abhängt.
Hohe Belastung gleich hohe Gefährdung.


Herr Partenheimer führte bei seinem Wunsch, erneut mit dem Investor des Kohlekraftwerks Uerdingen zu sprechen, an, dass die Betreiber des Chemieparks, die einen Teil der Wärmeenergie als Dampf nutzen wollen, versicherten, die alten Kessel abzuschalten. Wenn durch die Aussage des Chemiepark Betreibers der komplette Ersatz der alten Dampfkessel durch neue Technik, z.B. Blockkraftwerk, erfolgen würde, wäre das ein geeigneter Weg, die Luftverschmutzung zu senken. Der hohe Wirkungsgrad eines Blockkraftwerks, welches bei gleichzeitiger Produktion von Wärme und elektrischer Energie sehr effizient ist, würde die eingesetzten fossilen Energieträger optimal nutzen.
Dieser Ansatz, vor allem wenn er mit vergaster Kohle erreicht würde, findet die volle Unterstützung der SPD.
Nicht nur die Arbeitsplätze im Chemiepark würden gesichert, sondern auch die Lebensqualität verbessert.
Jede Erweiterung mit deutlich höherer Energieproduktion, die vor Ort nicht benötigt wird, lehnen wir ab. Auch unsere Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Senkung der Umweltbelastungen.

Vernünftiger Umweltschutz ist Schutz des Lebensraums, denn der Mensch bleibt das schwächste Glied in der Kette. Schädlichen chemischen- und Umweltbelastungen kann er längere Zeit ausgesetzt sein, ohne es zu merken. Über die Luft, dem Wasser und die Nahrung aufgenommen, wirken diese Stoffe über Jahre. Viele Schadstoffe addieren sich, die Auswirkungen werden erst viel später sichtbar.

Die SPD versucht mit ihrer Politik die Lebensbedingungen zu verbessern, denn nachhaltiger Umweltschutz beinhaltet Taten und nicht nur Ansichten und Reden.