Nicht nur den Dreck des Steinkohlekraftwerkes müssen die Rheinhauser erdulden, sondern auch den Lärm der Kohlezüge für das Kraftwerk
von Reiner Friedrich, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen

Wie aus der Infobroschüre der Projektplaner Bayer und Trianel für ein neues Kohlekraftwerk in Krefeld Uerdingen hervor geht, wird die Kohleverladung von Schiff auf Bahn im Duisburger Hafen vollzogen. Dies bedeutet, dass die für den Betrieb notwendigen Kohlezüge über die Bahnstrecken Beeck/Moers und Trompet/Rumeln nach Uerdingen geführt werden. Damit verbunden sind nicht unerhebliche zusätzliche Lärmbelastungen für die Trompeter und Rumelner Bürger. Diese Streckenführung ist von den Projektentwicklern in der jüngst verteilten INFO-Broschüre dargestellt und nachzulesen.

Laut INFO-Broschüre soll der Krefelder Hafen zu einem späteren Zeitpunkt ausgebaut werden und anschließend die benötigten Kohleantransporte hierüber erfolgen. Aber so einfach, wie es auf dem ersten Blick scheint, ist diese Lösung auch nicht, denn hier gibt es erhebliche Probleme mit dem Hochwasserschutz und der Immissionsbelastung.
So weist der Krefelder Hafen bereits heute schon mit die höchste Feinstaubbelastung in NRW aus.


Wer glaubt, dass sich Bayer und Trianel an die in der INFO-Broschüre veröffentlichen Ankündigungen halten wird, sollte sich an der Vorgehensweise bezüglich der CO-Pipeline orientieren. Hier weicht Bayer auch von den eigenen beantragten Unterlagen ab und macht, was es will.

Die gleiche Gefahr besteht auch bei dem Projekt Kohlekraftwerk, denn warum sollte Bayer oder Trianel den Ausbau des Krefelder Hafens noch zusätzlich finanzieren, wenn der Antransport über den Hafen Duisburg genehmigt ist und erfolgen kann.
Auch hier ist Misstrauen gegenüber dem Antragsteller angesagt.