Die Produktion von Roheisen und Stahl ist maßgeblich an der Verfügbarkeit von Koks gebunden. Vor allem die
Festigkeit des Kokses ist sehr wichtig, da die Stabilität der Hochofenfüllung und die Qualität des
Stahls davon abhängt.
Die Anforderungen an die Verfügbarkeit und Qualität des Kokses hat die Hüttenwerke
Krupp-Mannesmann (HKM) veranlasst, bei der Bezirksregierung Düsseldorf einen Genehmigungsantrag für die Erweiterung
ihrer Kokerei einzureichen. Durch den Einwirkungsbereich der Kokerei sind die Bezirksvertretungen
Duisburg-Süd und Rheinhausen in den Entscheidungsprozess eingebunden.
Die vorhandene Kokerei soll
um eine zweite Batterie ergänzt werden, die den Stand der heutigen Technik darstellt. Die vorhandenen
Anlageteile sollen modernisiert werden und damit die Gesamtbelastung der Anlage mindern.
Es wird mit
2,32 Mio Tonnen Koks Gesamtproduktion pro Jahr gerechnet. Die veranschlagten Kosten für die Erweiterung werden bei
210 Mio Euro liegen.
In einem Fachvortrag von Herrn Dr. Kalina, Leiter der Umweltschutzabteilung bei
HKM, wurde den Mitgliedern der Bezirksvertretung Rheinhausen das neue Projekt Kokerei vorgestellt.
Dabei legte Dr. Kalina besonderen Wert auf die Darstellung der Verbesserungen für den Standort Duisburg-Süd
und Rheinhausen. Nicht nur die Staubentwicklungen, besonders der Feinstäube und die Geruchsbelästigung
werden nach Errichten der Kokereierweiterung deutlich geringer sein, sondern vor allem auch die Belastungen
mit organischen Schadstoffen, wie Benzolverbindungen und ihre Verwandten. In einer Übersicht wurden grafisch die
Auswirkungen der zurzeit betriebenen Kokerei im Verhältnis gesetzt zu den zukünftigen bedeutend geringeren
Umweltbelastungen der geplanten Gesamtanlage.
Die SPD Fraktion Rheinhausen möchte den Verlauf des
Genehmigungsverfahrens verfolgen, die Anregungen und Bedenken von Bürgern und Träger öffentlicher Belange erfahren
und über die Auswirkungen auf Rheinhausen informiert werden.
Das Fazit zum Vortrag von Herrn Dr. Kalina
war schnell gefasst:
Die SPD Fraktion befürwortet ausdrücklich die Erweiterung der bestehenden Kokerei. Sie
steht für deutlich geringere Belastungen der Bürgerinnen und Bürger im Umfeld der Kokerei, ein weiterer Schritt
zum blauen Himmel über dem Ruhrgebiet, die Umsetzung der Vision von Willy Brandt.
Nicht zu vergessen ist
die Bedeutung der Kokerei für den Stahlstandort Deutschland, speziell von Duisburg. Die Sicherung
unserer Arbeitsplätze hängt maßgeblich davon ab, dass eine hohe Qualität der erzeugten Stähle gewährleistet
ist.
Der Konkurrenz einen Schritt voraus sein, bei möglichst geringer Belastung der Umwelt ist das Ziel
der neuen Kokerei.
Wir unterstützen diesen Weg.