Stellungnahme zum Presseartikel „Denkmalschutz der Kruppbögen“ vom 28.01.09

Wie schön es doch immer ist, von der CDU zu hören, das es dauernd kollektives Versagen ist, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sich die CDU vorstellt. Welche großen Worte hat man doch von der CDU gehört als es um die denkmalgeschützte ehemalige Hauptwerkstatt des Kruppschen Hüttenwerkes Rheinhausen ging. Die gesamte Halle, mit den darin enthaltenen einzigartigen Stahlträgern, den Kruppbögen, wollten die CDU als „ganzes Denkmal“ erhalten und zwar auf keinen Fall am Standort Marktplatz Hochemmerich. Dieses historische Denkmal, im Jahr 1902 auf der Industrie- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf prämiert, muss in seiner Gänze erhalten bleiben, tönte es von der CDU mit dem Zusatz, dafür würde sie schon sorgen. Nun hat sich wieder herausgestellt, dass die Aussage "Partei der großen Worte“ stimmt, denn mit Worten allein kann man kein Denkmal retten, wie es aktuell die Mitteilungsvorlage der Verwaltung bestätigt.

Die Initiativen anderer wurden niedergemacht, denn was der CDU nicht gut tut, dass kann ja auch nicht gut sein.
Folgende Arbeitsweise war für die Rettung der Hauptwerkstatt bei der CDU zu sehen:
Erst wurde von ihr in der Bezirksvertretung (BV) Rheinhausen ein Arbeitskreis gebildet, der aber keinen Vorschlag gemacht hat. Dann wurde von ihr der seid längerem im Raum stehende Vorschlag des Johann-Asch-Platzes als optimaler städtebaulicher Standort vorgeschlagen. Zeitgleich starteten andere Initiativen mit dem Ziel der Rettung der Kruppbögen, so auch mit großem Einsatz die AG 60plus der SPD mit dem ausgereiften und durchgeplanten Vorschlag, die Bögen im seitlichen Bereich des Hochemmericher Marktplatzes zu errichten. Leider hat diese Planung, Dank der CDU, keine Mehrheit gefunden.
Doch zurück zu den Tatsachen:
Zu diesem Zeitpunkt lag der SPD bereits die Standortuntersuchung einschließlich Kostenschätzung zum Johann-Asch-Platz vor, die von mindestens 620.000 Euro ausgeht. Die Berechnungen der Verwaltung liegen jetzt mit 660.000 Euro in gleicher Größenordnung wie die von der SPD.
Dass dies nicht finanzierbar ist, wusste auch die CDU. Die nun vorliegende städtebauliche Beurteilung durch die Verwaltung, für den von der CDU vorgeschlagenen Standort Johann-Asch-Platz, ist für die CDU niederschmetternd.
Die SPD hatte schon im Juli 2008 erklärt, dass der komplette Neuaufbau der Kruppbögen aus Kostengründen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu stemmen ist, da durch die Haltung und strikte Ablehnung der CDU zum Standort Marktplatz die Möglichkeit für ein Sponsoring und die Beantragung von Fördermitteln vertan war.

Wie man bei der CDU mit Vorschlägen anderen Parteien umgeht, hat sich in der letzten BV-Sitzung wieder bewiesen, denn sie freut sich immens, „wenn sie mal wieder was in die Tonne kloppen kann“, so der Originalton von Ferdi Seidelt. Und so eine Partei will eine Partei für den Bürger sein?

Das Versagen in diesem Fall ist kein kollektives Versagen, sondern hierfür trägt ganz allein die CDU die Verantwortung.
Mit dem Wortschatz von Herrn Seidelt gesprochen, sie hat es ganz einfach versemmelt.

Reiner Friedrich

SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen