Die derzeitige Diskussion um die Lidl-Ansiedlung am Tor1 ist für die SPD-Fraktion in der derzeit geführten Form nicht
nachvollziehbar.
Es ist eindeutige Beschlusslage der Bezirksvertretung und auch Bestandteil des
Nahversorgungskonzeptes Rheinhausen, dass an dieser Stelle zur Sicherung der Nahversorgung ein Discounter angesiedelt
werden soll. Dies ist mit der Ansiedlung von Lidl gelungen. Gleichzeitig wird in diesem Bereich eine entsprechende
Bebauung zur städtebaulichen Abrundung des gesamten Bereiches vollzogen. Die Ansiedlung von Lidl an dieser Stelle
ist rechtlich ohne Schadenersatzforderung gegenüber der Stadt gar nicht zu verhindern, da es dort
bereits ein Recht zur Bebauung durch den derzeitigen Stand des Bebauungsplanes besteht.
Der
Investor hat das Grundstück hierfür bereits von der Stadt erworben.
Die Ansiedlung eines Discounters in diesem Bereich ist für die Nahversorgung erforderlich. Der Einzugsbereich beträgt
zum nächsten Versorger nicht wenige hundert Meter, sondern für Leute im Bereich der Franz-Schubertstrasse auch deutlich mehr
als ein Kilometer. Die Sicherung der Nahversorgung außerhalb der Stadtmitte ist genauso eine politische Aufgabe,
wie die Stärkung der Zentren.
Was sicherlich im Rahmen der derzeitigen Diskussion richtig ist, ist die
Klärung der zukünftigen Nutzung der weiteren Verkaufsflächen. Dies muss in der Nutzungsgenehmigung eindeutig geregelt
werden. Hier ist die SPD-Fraktion auch der Auffassung, dass hier keine zentrenrelevanten Sortimente angesiedelt und
verkauft werden sollen. In der Vorlage der Verwaltung gibt es hierzu keine entsprechende Aussage, diese müsste
entsprechend ergänzt werden, auch wenn die Festsetzung im Bebauungsplan dies schon ausschließen sollte.