Nach der Umsetzung der EG-Umgebungslärmrichtlinie in deutsches Recht (BimSchG) sind auch für
Haupteisenbahnstrecken Lärmaktionspläne zu erstellen. Im Bezirk Rheinhausen gibt es
Eisenbahnstrecken, die durch Ausweitung des Logistikverkehrs einer stärkeren Nutzung unterliegen und damit auch stärkere
Lärmemission erzeugen. Die Zusammenhänge zwischen Stress auslösenden Lärm und Gesundheit sind hinlänglich bekannt,
daher ist die Minderung bzw. Vermeidung von Lärm ein wichtiger Faktor für die Wohnqualität. Zum
Thema Lärmaktionspläne für Eisenbahnstrecken bittet die SPD Fraktion die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden
Fragen:
In welchen Bereichen entlang der Bahntrassen treten im Bezirk Rheinhausen Überschreitungen der Grenzwerte nach der 16. BImSchV
auf? Werden für diese Eisenbahnstrecken in unseren Bezirk Lärmaktionspläne erarbeitet?
Wenn dies bisher nicht geschehen ist,
warum nicht? Wichtig sind vor allem die Bereiche, die der höchsten Belastung unterliegen, daher
fragt die SPD nach, welche Lärmschutzmaßnahmen für die Bereiche geplant sind, bei denen die
Bebauung bis nahe an den Bahnkörper heranreicht und die Grenzwerte der 16.BimSchV überschritten werden.
Lärmminderung ist besonders effektiv, wenn das Übel an der Wurzel bekämpft wird, also der Gleiskörper. Gibt es hier
Gespräche mit der Bahn AG, die zum Inhalt haben, lärmmindernde Gleiskörper im Bezirk Rheinhausen
einzusetzen oder die alten so aufzuarbeiten, dass die übertragenen Bodenschwingungen und der Lärm minimiert werden?
Der Transport über die Schiene wird zunehmen. Gibt es Planungen bzw. Statistiken im Bezug auf Nutzung und
Ausbau der Eisenbahnverbindungen in Rheinhausen und wenn ja, wie sehen diese aus?