Gefahrenquelle MHD Sudamin
Wie aus den Medien zu erfahren war, befindet sich die Firma Metallhütte Duisburg MHD Sudamin in einem
Insolvenzverfahren.
Das Gelände der MHD ist kontaminiert. Das Hüttengelände ist eine
Gefahrenquelle, es droht eine Umweltkatastrophe, wenn nicht gehandelt wird.
Da sich mehrere Fraktionen
hochgiftiger Stäube und belastete Abwässer auf dem Werksgelände befinden, ist Rheinhausen bei einem Störfall
direkt betroffen.
Da es um die Sicherheit der Rheinhauser Bürger geht, bittet die SPD-Fraktion die
Verwaltung, folgende Fragen zu beantworten:
Ist der Verwaltung bekannt, welche Giftstoffe auf dem MHD Gelände gelagert werden?
Liegen bereits Analysen der Schadstoffe vor, die das Werksgelände und damit auch die Umwelt belasten?
Im Entsorgungsanlagenkataster des Landesumweltamtes NRW vom 1. Juni 2004 wird für die MHD eine Werksdeponie
aufgeführt.
Welche Stoffe wurden dort abgelagert und wie wird ein Austausch mit der Umwelt verhindert?
Wird diese Deponie versiegelt und erhalten oder muss sie abgetragen werden?
In der Umgebung der Firma MHD ist die Blei-, Cadmium-, Arsen- und Nickelbelastung in Stäuben extrem hoch.
Wie
wird nach Einstellung des Betriebs dafür gesorgt, dass diese Stäube nicht in die Umwelt gelangen?
Wie allgemein bekannt ist, sind bei den Produktionsverfahren der MHD Dioxine entstanden.
Wie wird zurzeit
verhindert, dass diese in die Umwelt gelangen?
Die Abwässer der MHD sind belastet, z. B. mit Schwefelsäure.
Wie wird verhindert, dass ganze Teile des Rheins und
seiner Naturschutzgebiete bei Rheinhausen geschädigt werden?