In den letzten Monaten haben wir in den Vorlagen der Verwaltung viel über die Reduzierung des Verkehrslärmes und Minderung der
Feinstaubbelastung gelesen. An manchen kleinen Maßnahmen kann man erkennen, dass dies nur Worte und
Appelle sind und die Taten, die man selbst mit einfachen Mitteln durchführen könnte, werden nicht vollzogen.
Ein klassisches
Beispiel dafür ist die Maßnahme zur Verbesserung des Verkehrsabflusses am Mareintor, die im Rahmen des Baues der Osttangente
durchgeführt werden soll, um Engpässe am Mareintor für LKW`s und damit unnötigen Rückstau und längere Wartezeiten
zu vermeiden. Die Kosten für die Maßnahmen betragen noch nicht einmal 100.000 € und man hätte sie im Rahmen der
jetzt durchgeführten Kanalbaumaßnahmen fast zum Nulltarif haben können.
Das Marientor soll zu einem Kreisverkehr, unter Beibehaltung der derzeitigen Bausubstanz umgestaltet werden. Die Planungen
hierfür sind nicht abgeschlossen. Aber eins ist klar, das die Fahrbahnaufweitung für LKW´S an dieser Stelle auf jeden Fall kommen
muss, damit die erforderliche Anzahl von LKW´s in diesem Kreisel abfliesen kann und es damit nicht zu einem
Rückstau kommt.
Durch die Nichtdurchführung werden die Rheinhauser Bürger über Gebühr belastet, da die LKW´s sich andere
Wege zur Autobahn suchen. Dies trifft auch für die Hochfelder Bürger zu, die mit unnötig entstehenden Staus leben müssen.
So sieht in Duisburg die Wirklichkeit aus.
Die Maßnahme am Marientor bestünde aus
einer Umkehrung der Richtungsspuren auf der Vulkanstrasse, zwischen Wörthstrasse und Mareintorplatz. Um diese Ummarkierung
vornehmen zu können, sollte der innere Bordstein des freien Rechtsabbiegers am Fuße der Abfahrtsrampe der Schnellstraße, aus
Richtung A 40 kommend, nach hinten verlegt werden, um eine Befahrung des dann engeren Radius durch große LKW zu
gewährleisten.
Der Umweltdezernent, der uns vor drei Jahren noch erzählt hat, dass in
Rheinhausen auf den Straßen keine hohen Feinstaubbelastungen vorliegen und wir durch einen langen erfolgreichen Kampf erreicht haben,
dass mindestens auf der Friedrich-Ebert-Straße eine Umwelt-Messstation errichtet wird, musste jetzt auch verkünden, dass Rheinhausen
eigentlich auch in die Umweltzone mit einbezogen werden müsste.
Dann hätte doch diese Maßnahme am Marientor, mit der Wiederherstellung der Fahrbahndecke nach den Kanalbauarbeiten, erst recht
durchgeführt werden müssen, denn zwischenzeitlich ist der Umweltdezernent auch Stadtdirektor und auch für die WBD als zuständige
Straßenbauer zuständig.
Reiner Friedrich
SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen