Keine 60-Tonner für Rheinhausens Straßen

Mit Unverständnis hat der SPD Bezirksverband Rheinhausen reagiert, als er die Mitteilung lesen musste, dass der CDU Minister für Bauen und Verkehr Oliver Wittke die Freigabe von über 25m langen und bis zu 60 Tonnen schweren Lkws veranlasst hat. Zwar sollen die "Transportmonster" im Modellversuch nur mit maximal 44 Tonnen beladen werden dürfen, doch die Risiken, die von solchen Giganten der Straße ausgehen, sind schlecht zu kalkulieren.

Wer unsere Autobahnen befährt, wird durch die hohe Anzahl von Baustellen und die tiefen Spurrillen ständig daran erinnert, welche Straßenschäden schwere LKWs produzieren. Brückenkonstruktionen reagieren empfindlich, wenn hohe Belastungen und Schwingungen das Bauwerk erschüttern.
Die Maut reicht nicht aus, alle Kosten der Reparatur zu tragen, die durch Schwertransporte ausgelöst werden, die Allgemeinheit zahlt mit.
Bekannt ist auch, dass mit zunehmendem Gewicht der LKWs die Belastungen und damit die Schäden an den Straßen zunehmen. Soweit die Fakten.
Nun wird eine neue Idee geboren, Einsparen von Kosten durch Vergrößerung der Transporter. Das damit zur Verfügung stehende Transportvolumen wird von weniger Arbeitskräften pro bewegter Tonne Ware bewegt werden. Dies kann nicht Ziel einer modernen Logistik sein. Der Erfolg ist bei der Schiene zu suchen, denn hier gibt es kalkulierbare Lieferzeiten bei geringer Belastung der Umwelt und der Straßen.

Ins dicht besiedelte und von einem spinnennetzartigen Geflecht von Straßen durchzogene Nordrhein-Westfahlen passen diese "Riesen LKWs" nicht rein. Vorstellbar wären Fahrten in den Weiten Australiens aber nicht hier.

Bevor der Modellversuch ausgedehnt wird und Rheinhausen erreichen würde, stellt der SPD Bezirksverband fest, dass diese "Monster LKWs" im Bezirk nicht erwünscht sind, wir werden alle Möglichkeiten nutzen, den Einsatz zu verhindern.