Der SPD Bezirksverband ist gegen eine Erhöhung der Kapazität der Müllverbrennungsanlage der Stadt Krefeld

Wie die SPD Rheinhausen aus gut informierter Quelle erfahren hat, beabsichtigt die Stadt Krefeld die Kapazität ihrer Müllverbrennungsanlage (MVA) an der Duisburger Stadtgrenze durch den Bau eines neuen Kessels bis zum Jahre 2010 um 50 % zu erhöhen, um dort importierten Müll zu verbrennen. Der SPD Bezirksverband betrachtet dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt als Unverschämtheit gegen die, ständig von dieser Anlage betroffenen, Duisburger Bürger.
Es gibt im Umfeld genügend nicht ausgelastete Müllverbrennungsanlagen, da muss nicht noch die Kapazität des Uerdinger Betriebs erhöht werden, vor allem nicht für Müll, der erst aus Italien importiert werden muss.

Im Zusammenhang mit der jetzt laufenden Klimadiskussion sind alleine die Überlegungen, den Müll über solche Entfernungen zu transportieren, nur um ihn in Krefeld Uerdingen zu verbrennen, nicht nachvollziehbar.
Wer einmal an einer Anlage zur Verbrennung von Hausmüll vorbeigefahren ist, weiß, wie das stinkt.
Die in unmittelbarer Nähe zur MVA auf Duisburger Stadtgebiet wohnenden Bürger wissen ein bitteres Lied darüber zu singen. Noch mehr Belastung ist hier nicht mehr zu ertragen.

Zusammen mit den jetzt bereits laufenden Diskussionen um den Bau eines neuen Kohlekraftwerkes, ebenfalls in Uerdingen und direkt an der Duisburger Stadtgrenze gelegen, stellt das einen weiterer Schlag ins Gesicht der Bürger im Duisburger Westen dar.

Der SPD-Bezirksverband wird mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, dieses zu verhindern und bittet die anliegenden Bewohner, vor allem in Kaldenhausen um aktive Mithilfe.
Die Arbeit der Kommunalpolitiker erhält erst durch die Kraft des Bürgers die Werkzeuge in die Hand, unangenehmes zu verhindern.


Was sich die Stadt Krefeldim Rahmen ihrer Planung an der Duisburger Stadtgrenze erlaubt, ist schon ungeheuerlich.
Neben den Produktionsanlagen des Bayer Industrieparks befinden sich an der Stadtgrenze noch die Großkläranlage des Chemieparks Uerdingen, die Deponie von Bayer, die kommunale Kläranlage der Stadt Krefeld und die Müllverbrennungsanlage.
Von Sondermüll bis Geruchs- und Umweltbelastung ist in diesem Gebiet bisher schon die ganze Palette von Zumutbarem vertreten, nun muss endlich an die Wohnqualität gedacht werden.


Zur Mai-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Rheinhausen wird die SPD Fraktion einen entsprechenden Antrag einbringen und nicht warten, bis das Umweltamt der Stadt Duisburg vielleicht mal reagiert.

Bei einer zukünftigen Bürgerinitiative gegen das Kohlekraftwerk Uerdingen sollte die Müllverbrennungsanlage nicht aus dem Auge verloren gehen, denn die Belastungen addieren sich.

Für die BV Sitzung am Donnerstag den 15. März hat die SPD erst einmal einen Sachstandsbericht über den Stand der Planungen zum Kohlekraftwerk beantragt, wer weiß, was uns hier noch alles erwartet.
Für die SPD stellt sich die Frage, ob der CDU geführte Rat der Stadt Duisburg den Bürgern im Westen zur Seite steht. Gehört hat man bisher nichts, aber "Linksrheinisch" ist auch weit von Duisburgs Zentrum entfernt.

Reiner Friedrich

Vorsitzender des SPD Bezirksverbands Rheinhausen