Nachverdichtung vorhandener Siedlungsstrukturen

Arbeitersiedlungen, die um 1950 bis Ende 1960 gebaut wurden, entstanden hauptsächlich durch die Initiative gemeinnütziger Gesellschaften, oder der Industrie, bei der die Arbeiter beschäftigt waren. Hiermit sollte preiswerter Wohnraum für die unteren Schichten der Bevölkerung geschaffen werden. Durch den Verkauf ganzer Siedlungsgebiete besteht heute die Gefahr, dass durch neue Bebauung der Siedlungscharakter zerstört wird.

Zur geplanten Nachverdichtungen einer solchen Arbeitersiedlung, wie zum Beispiel in Rumeln-Kaldenhausen stellen sich für die SPD Fraktion grundsätzliche Fragen zur städtebaulichen Planung.

Charakteristisch für Arbeitersiedlungen sind die verfügbaren Freiflächen für Kinder, Jugendliche und nachbarschaftliche Begegnung. Durch den Verkauf von kompletten Siedlungen an private Investoren entstehen Begehrlichkeiten, diese Freiflächen einer Bebauung zuzuführen, so auch in Rumeln-Kaldenhausen.
Mit welchen geeigneten Mitteln können geplante Nachverdichtungen so gesteuert werden, dass der städtebauliche Charakter der Siedlungen nicht beeinträchtigt wird? Des weitern interessiert, ob für weitere Arbeitersiedlungen im Bezirk Rheinhausen ähnliche Projekte und geplante Nachverdichtungen bestehen.
Bezogen auf die demographischen Gegebenheiten werden sich das Bild oder die Ansprüche an solche Siedlungen ändern. Mit welchem Mitteln will die Planung diesen Veränderungen Rechnung tragen?

Juristisch wird heute leider vieles durchgesetzt was einem städtebaulichen Gesamtkonzept entgegensteht. Welche Steuerungsmechanismen hat eine Kommune, um diese Prozesse städteplanerisch und städtebaulich zu lenken?
Welche Rolle können in diesem Zusammenhang Erhaltungs- oder Gestaltungssatzungen spielen?
Die Lenkung von Planungen kann heute durch das ?Aufstellen von Masterplänen? gesteuert werden. Denkt die ?Stadt Duisburg im Rahmen von Masterplänen? dieser Entwicklung Rechnung zu tragen?
Die SPD Fraktion bittet die Verwaltung, diese Fragestellungen in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung zu beantworten.