Naturfreibad an der Tegge

Die Aussagen der CDU in der Presse, die im Vorfeld zur Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen am 6. März veröffentlicht wurden, bestand ja schon die Möglichkeit, in diesem Sommer im Naturbad Tegge baden gehen zu können, wenn „alle“ an einem Strang ziehen. Hierzu waren „alle“ bereit, denn alle Fraktionen erklärten hierzu ihre Mitarbeit.
Die Begeisterung, wie sie die CDU über die Machbarkeitsstudie versprühte, hielt sich bei den anderen Fraktionen in Grenzen.

Es ist sicherlich ein erster Schritt getan, aber der Weg bis zum gewünschten Ziel ist sicherlich noch weit, da auch die Frage der Finanzierung noch gar nicht geklärt ist.

Für die CDU scheint dies kein Thema zu sein, denn ein Investor muss, wenn er Geld verdienen will, auch investieren.
Bis heute gibt es aber noch keinen Investor. Es gibt zwar Bewerber, die bereit sind, dass Naturbad zu betreiben, aber nur dann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Um das zu realisieren wird die Forderung zu stellen sein, dass Duisburgsport in Vorleistung treten muss, damit ein solches Bad schnell gebaut werden kann. Die Refinanzierung kann dann über Mieten oder Pachten laufen. Die CDU legt sich aber bisher nur auf eine private Finanzierung fest.
Aus unserer Sicht wird die Realisierung hierdurch nur unnötig hinaus geschoben. Der Argumentation von Duisburgsport, dass hierfür im Haushalt von Duisburgsport kein Geld sei, kann man nur entgegenhalten, dass für die Mehrkosten des Parallelkanals von mehr als 4,0 Mio. Euro, der Mitlaufkamera für die Regattabahn und die Mehrkosten beim Leichtathletikstadion im Haushalt von Duisburgsport auch kein Geld veranschlagt war und trotzdem wurden die Investitionen durchgeführt, weil es die Politik so wollte.
Wieso geht es denn nicht im Fall des Naturschwimmbads an der Tegge, wo es nur um 300.000 Euro geht?
Aber für Maßnahmen in den Bezirken gelten, wie wir es ja schon mehrfach zu spüren bekommen haben, andere Gesetzmäßigkeiten.
Aus Sicht der SPD ist die Lösung eines Naturschwimmbades nur die zweitbeste, denn besser wäre es gewesen, den Vorschlag der Bürgerinitiative für den Betrieb eines Kombibades anzunehmen.
Diese Möglichkeit ist aber durch Ratsbeschluss und gescheitertem Bürgerentscheid nicht mehr möglich.
Da alle Gruppen zumindest diese Bademöglichkeit für die Rheinhauser Bürger sichern wollen, wird die Politik diesen Prozess aktiv mit einer Arbeitsgruppe begleiten. In diese Arbeitsgruppe wird auch das Grobkonzept zur Attraktivierung und Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten im Bereich des Toeppersees eingebracht, denn die Planung von einzelnen Segmenten macht keinen Sinn. Der gesamte Bereich für Freizeitaktivitäten muss, soweit möglich, als eine integrierte Einheit darstellen.