Wie die SPD Fraktion Rheinhausen jetzt bei ihren Recherchen bezüglich eines anderen Bauvorhabens erfahren hat, ist
die Planung des Naturbades an der Tegge entgegen den Aussagen von DuisburgSport nicht ohne ein
Bauleitplanverfahren möglich. Für die Fläche des Naherholungsgebietes am Toeppersee existiert noch ein alter
rechtsgültiger Bebauungsplan der Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen, der bei der Eingemeindung übernommen und auch noch im Jahre 1976 durch
die Stadt Duisburg geändert wurde.
Hiernach ist die Errichtung eines Freibades an der Tegge nicht
möglich.
Um das Projekt Naturbad Tegge umsetzen zu können, muss erst der bestehende
Bebauungsplan mit den dafür erforderlichen Teilgenehmigungen geändert werden und die dafür erforderlichen
Verfahrensschritten durchgeführt werden.
Damit hier nicht noch mehr Zeit verloren geht, hat die SPD-Fraktion für die nächste Sitzung der
Bezirksvertretung (BV) Rheinhausen einen entsprechenden Antrag eingebracht, damit das Verfahren zur Änderung des alten
Bebauungsplanes Nr. 9 der vorherigen Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen unverzüglich eingeleitet wird.
Zur Umsetzung muss dann auch die Prioritätenliste des Planungsamtes zur Bearbeitung der Bebauungspläne entsprechend angepasst werden.
Eine Verzögerung um weitere Jahre ist für die Rheinhauser Bevölkerung nach Schließung des Freibades Toeppersee vor
drei Jahren nicht hinzunehmen.
Aufgrund der erforderlichen Änderungsverfahren, die
schon längst hätten durchgeführt werden können, schließt sich die Nutzung für ein Naturbad Tegge in diesem Jahr aus.
Da es bisher noch keinen konkreten Investor gibt und damit es überhaupt zu einer Nutzung kommen könnte, hat
die SPD Bezirksfraktion für die nächste Sitzung der BV zusätzlich einen Antrag eingebracht, welcher die
Errichtung des Naturbades in 2010 über die Mittel des Konjunkturpaketes II finanzieren soll.
Hierfür ist die
Vorschlagsliste entsprechend zu erweitern.
In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Zeit
wird sich wohl kaum ein Investor finden, der das finanzielle Risiko eingeht.
Mit dem Ziel, hier durch die Kommune ein Naturbad zu
bereitzustellen, würde der richtige Weg beschritten, denn einen Betreiber zu finden, wäre sicherlich möglich..
Reiner Friedrich
SPD Fraktionsvorsitzender
Bezirksvertretung Rheinhausen