Gezerre um das Tor1 des ehemaligen kruppschen Hüttenwerks

Seit mehr als acht Jahren wird von den politischen Parteien die Forderung erhoben, dass das Pförtnerhaus und dessen Umfeld am Tor1, des ehemaligen kruppschen Hüttenwerks, instand gesetzt oder abgerissen wird. Acht Jahre war Zeit Tor1 zu erhalten, außer Zerfall ist nichts passiert. Die Leute, die zurzeit nach Erhalt rufen, hatten über Jahre die Möglichkeit der Instandsetzung gehabt. Warum sind sie nicht aktiv geworden, sie hätten das längst tun können? Es soll ja nach deren Aussage nur ein paar tausend Euro kosten!
Im letzten Jahr war mit Logport ein Investor da, der das Tor1 wieder auf Vordermann gebracht hätte, aber nur mit einer befristeten Zusage. Die Zeit ist vertan, der Investor ist weg.

Was haben die jetzigen Schreier denn unternommen, um das Tor1 zu retten?, nichts, denn sie dachten, noch ein gutes Geschäft machen zu können.
Jetzt wieder alle möglichen Stiftungen und Organisationen anzuschreiben und auf deren Absage warten, ist auch nur wieder Zeitschinderei. Die selbsternannten Retter sind Agitatoren, die nur Forderungen aufstellen, Geld geben sie für ihre angeblichen Ziele nicht aus.

Die Denkmalschutzbehörden sind mit dem Abriss des Pförtnerhauses einverstanden und die LEG, nun wieder Eigentümer von Tor1, hat den Abriss und die Neugestaltung des Umfeldes ausgeschrieben. Dazu hat das zuständigen Ministeriums Ende Januar 2009 sein Einverständnis gegeben und so sollte es nun auch geschehen.

Die selbsternannten Denkmalschützer für Tor1 hatten jahrelang die Chance und die Möglichkeit der Erhaltung gehabt und im letzten Jahr haben sie die letzte Gelegenheit des Erhalts durch Logport, selbst aus Profitsucht und nicht aus Denkmalschutzgründen vertan.

Man sollte auch nicht immer vom Abriss des Tor1 reden. Der Torbogen bleibt als Denkmal weiterhin erhalten, es geht immer nur um den Abriss des Pförtnerhauses und wer sich dieses heute ansieht, muss sich fragen, was da noch zu retten ist.

Für ein weiteres Herausziehen der Neugestaltung des Bereiches um Tor1 haben die wenigsten Bürger noch Verständnis.

Reiner Friedrich

SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen