In der Sondersitzung des Rates zum Thema Loveparade am Samstag den 20. Februar 2010 hat der Oberbürgermeister Adolf Sauerland
die Ratsmitglieder aufgefordert, sie sollten doch die Vorlagen lesen, denn dann wüssten sie auch Bescheid. Weiter führte
der OB aus, dass er in seinem Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan ja schon vermerkt hätte, dass die
Loveparade nicht aus städtischen sondern aus Drittmitteln finanziert wird.
Diese Vorlage ist am 18.02.2010 erstellt worden
und die Ratsmitglieder fanden sie in ihrer Post, als sie von der Rats-Sondersitzung nach Hause kamen.
Der Aussage
des Oberbürgermeisters widerspricht auch die Tatsache, dass im Protokoll der letzten Ratssitzung vermerkt
ist, das der OB noch in der Januar Sitzung erklärte:
„Solange kein anderer Beschluss vorliegt, wird sich die Verwaltung
an den Beschluss von 2007 halten und auch so handeln, denn durch diesen Beschluss seien die Ausgaben gedeckt.
Von einer Finanzierung durch Drittmitteln war zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede.
Blättert man in dem Veränderungsnachweis des OB weiter, so stellt man fest, dass auch der angekündigte Ausbau der Moerserstraße
in Rumeln, der im Kommunalwahlkampf schon groß angekündigt wurde, jetzt doch nicht mehr im Rahmen des Konjunkturpaketes II durchgeführt
wird. Schaut man im Internet der Stadt Duisburg nach, so wird dort diese Maßnahme noch groß
angekündigt.
In der Rats Sondersitzung hatte der OB noch empfohlen: „wenn ihr etwas
genau wissen wollt, dann müsst ihr vielleicht auch einmal im Internetauftritt der Stadt Duisburg nachsehen“.
Die Maßnahmen aber, die jetzt doch nicht mehr durchgeführt werden, sind bisher nicht gestrichen worden.
Zum Finden der Wahrheit muss der Interessierte alle Quellen intensiv lesen.
Es stimmt, dass
Oberbürgermeister Adolf Sauerland nichts vertuscht, nur wo die gewünschten Information zu finden sind, das
weiß nur der Insider. Publiziert werden diese Dinge nicht und auf Nachfrage erhält man in der Regel ausweichende Antworten.
Diese Vorgehensweise verfolgt ein tieferes System.
Nur gegenseitiges Vertrauen
wird durch dieses Verhalten nicht gefördert.
Ein weiterer Beweis für ein nicht vertrauensvolles Miteinander
liegt auch in der Tatsache begründet, dass im Zusammenhang mit der Schließung des Rheinhauser
Hallenbades nicht der Bezirksbürgermeister über die Fakten informiert wurde, sondern Herr Lisken und Frau Gottschling, die dieses
dann auch noch der Öffentlichkeit so verkündeten. Die Ausblendung der bezirklichen Repräsentanten zeigt hier ganz deutlich, mit
welchen Mitteln gearbeitet wird.
Über eine solche Verhaltensweise mag sich jeder sein eigenes Urteil
bilden.