SPD-Sprecher kritisieren Sauerland-Äußerung als ungehörig

OB Adolf Sauerland hat vor dem Werbering Rheinhausen referiert und laut Zitat in der NRZ/WAZ-West vom heutigen Tage zum Thema "Bürgerbegehren zum Erhalt des Toepperbades" u.a. ausgeführt:
"Ich kann dieses Genöle nicht mehr hören."
Die beiden Sprecher der SPD-Ortsvereine im Duisburger Westen, Jürgen C. Brandt und Landtagsabgeordneter Rainer Bischoff haben diese Bemerkung als "grob ungehörig und bürgerfeindlich" kritisiert.
"Über 27.000 Bürgerinnen und Bürgern, die von ihren demokratischen Rechten Gebrauch machen "Genöle" vorzuwerfen zeigt, dass Herr Sauerland als Zentralist aus dem Duisburger Rathaus bürgerfern denkt.


"Dem Oberbürgermeister Sauerland sind die Sorgen und Wünsche in den Stadtbezirken völlig egal", empört sich Rainer Bischoff. Und sein Kollege Jürgen C. Brandt fügt hinzu:
"Wenn er schon über den dramatischen Schuldenstand in Duisburg klagt, sollte der OB ehrlicherweise auch mitteilen, wieviel neue Schulden er in seinen fast 3 Jahren hinzugefügt hat. Und er muss endlich zugeben, dass Duisburg heute immer noch unter den 16 Jahren CDU-Regierung Kohl leidet, in denen die Städte arm gemacht und die Steuergelder in den Ostaufbau verschoben wurden!"


Mit der Wahrheit nimmt Adolf Sauerland, so die beiden SPD-Sprecher abschließend, es sowieso nicht genau, denn gerade das Freibad Toeppersee wurde in SPD-Zeiten gut gepflegt und stand nie auf der Schließungsliste. Und sie versprechen allen Unterstützern des Bürgerbegehrens: "Das Toepperbad kann sofort wieder geöffnet werden, denn der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat wird einen Dringlichkeitsbeschluss gerne unterschreiben.
Wenn Herr Sauerland das blockiert, werden wir den Bürgerentscheid massiv unterstützen.
"