Das Problem mit der Errichtung der ARGE Duisburg-West hat mittlerweile solche Wogen geschlagen, dass die
Ausschreibung für die Büroräume zentral von Nürnberg aus durchgeführt werden soll. Dieser Prozess darf aber
nicht an den Bezirkspolitikern vorbei entschieden werden und hier melden sich diese auch gleich zu Wort.
In einem gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grüne und FDP wird die Verwaltung gebeten, darauf Einfluss
zu nehmen, dass sich die IMD (Immobilien-Management Duisburg) an der Ausschreibung für das
Bauprojekt ARGE Duisburg-West beteiligt.
Undurchsichtige Prüfungen von vorhandenen oder zu planenden
Büroflächen für die ARGE haben dazu geführt, dass nicht gut informierte Bezirkspolitiker nachgefragt
haben, was denn nun Stand der Dinge sei. Aufgeschreckt durch Berichte in der örtlichen Presse und die
mittlerweile vollkommen offene Gemengelage hat sich die Bundesagentur für Arbeit Nürnberg nunmehr dazu
entschieden, das ARGE-Neubau-Projekt selber auszuschreiben.
Die Arbeitsagentur hat sich auf den
Bezirk Rheinhausen festgelegt. Wenn dies nicht zu beeinflussen ist, macht es Sinn, dass sich beispielsweise
die IMD mit einem Angebot im Businesspark Asterlagen beteiligt. So wird die Erreichbarkeit der neuen
Anlaufstelle für alle Hartz 4-Empfänger in Duisburg-West optimiert.
Zudem möge die Verwaltung prüfen, ob
es nicht ebenfalls Sinn macht, als weitere Alternative einen Standort im Umfeld des Rathauses Rheinhausen
vorzuschlagen und durchzuplanen. Hier gibt es eine noch relativ akzeptable Zentrallage und hier könnten
Synergie- und Ergänzungseffekte mit dem Rathaus Rheinhausen selbst generiert werden.
Vor allem der Faktor
Erreichbarkeit wäre hier optimal, denn eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist hier
gewährleistet.
Auf jeden Fall ist eine Beteiligung an der Ausschreibung vorausschauend, da bis heute auch nicht
annähernd erkennbar ist, ob die Aufgaben der Arbeitsagentur bald kommunal erledigt werden müssen.