OSC Gesundheits- und Bewegungszentrum soll nun nicht über das Konjunkturpaket II gebaut werden
von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (08.03.2010)

Wie man einer seit Samstag zugestellten Ratsvorlage entnehmen kann, wird das Gesundheits- und Bewegungszentrum des OSC Rheinhausen jetzt doch nicht mehr gefördert. Die Gründe hierfür werden von der Verwaltung nicht mitgeteilt.
Die SPD hat schon im Juli 2009 darauf hingewiesen, dass die Mittel aus dem Konjunkturpaket II (KP II) für den Bezirk Rheinhausen überzeichnet seien, denn es wurden von Seiten der Verwaltung Straßenbaumaßnahmen beauftragt, die die Bezirksvertretung in ihrer Prioritätenliste wesentlich tiefer platziert hatte. Diese Posten sollten erst dann folgen, wenn die Maßnahme des OSC nicht hätte durchgeführt werden können. Diese Vorgehensweise wurde vom Oberbürgermeister Adolf Sauerland ignoriert. Gemeinsam mit der seinerzeitigen Bezirksbürgermeisterin Frau Katharina Gottschling verkündete er lauthals, dass das Gesundheits- und Bewegungszentrum doch noch in die Liste der durchzuführenden Projekte des KP II aufgenommen würde. Während einer öffentlichen Rede zum Richtfest des neuen Hallenbads Rheinhausen, welche im Kommunalwahlkampf gehalten wurde, wurde diese Aussage von OB Sauerland noch einmal bestätigt. Die Mahnungen der SPD bezüglich der Überzeichnung der KP II Mittel wurden in den Dreck gezogen.

Seit mehreren Monaten wird nun schon versucht, hier eine Klärung herbeizuführen, um zu retten, was noch zu retten ist. OB Sauerland ist der Beantwortung der zum Thema gestellten Fragen immer wieder ausgewichen und hat beschwichtigt.
In den parlamentarischen Gremien gab es keine konkrete Antwort.
Der OSC Rheinhausen hat im Vertrauen auf die Aussagen des Oberbürgermeisters und der Bezirksbürgermeisterin, sowie den getroffenen parlamentarischen Beschlüssen, die Planung vorangetrieben und ist bereits mit erheblichen Geldern in Vorleistung getreten.
Im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen, mit all seinen vorgeschlagenen Kürzungen bei den Zuschüssen, ist es eine Unverschämtheit, einen Verein in eine solche Kostenfalle zu treiben. Im Bezug auf die Finanzlage der Vereine ist diese Vorgehensweise unverantwortlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Situation der Überzeichnung seit vielen Monaten bekannt war.

Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt haben einen besseren Umgangsstil verdient. Wie hier die Verwaltung und der Oberbürgermeisters mit den Bürgern umgeht, darf nicht einfach hingenommen werden.
Der Verein und die Betroffenen sollten sich gegen diese Behandlung zur Wehr setzen, die SPD wird sie dabei unterstützen, denn so geht man nicht mit Bürgern um.